Deutscher Forschungspreis für Allgemeinmedizin 2016 auf 50. DEGAM-Jahreskongress vergeben

In diesem Jahr wurde der bedeutende Wissenschaftspreis zum Thema „Herausragende allgemeinmedizinische Forschungsarbeiten sowie Allgemeinmedizinische Lehre in Ausbildung und Weiterbildung, die zur hausärztlich relevanten Kompetenzsteigerung maßgeblich beiträgt (Lehrforschung)“ verliehen. Aufgrund der Vielzahl besonders hochwertiger Einreichungen gibt es in diesem Jahr einen zweigeteilten ersten und einen dreigeteilten dritten Platz.

Der 1. Preis, dotiert mit je 9.000 Euro, geht an eine Arbeitsgruppe (Anne Barzel u.a.) des Instituts für Allgemeinmedizin (Universitätsklinikum Hamburg) zum Thema „Home CIMT – ein evidenzbasiertes Therapiekonzept für Schlaganfallpatienten in der vertragsärztlichen Versorgung“. Ebenfalls den 1. Preis erhält eine Arbeitsgruppe der Institute für Allgemeinmedizin in Göttingen und Hannover (Ildikó Gágyor, Jutta Bleidorn u.a.) für das Projekt „ICUTI: Sofortige vs. bedarfsangepasste antibiotische Therapie beim unkomplizierten Harnwegsinfekt – eine vergleichende Effektivitätsstudie in hausärztlichen Praxen“.

Über den mit 7.000 Euro dotierten 2. Preis kann sich eine Arbeitsgruppe (Klaus Böhme u.a.) des Lehrbereichs Allgemeinmedizin in Freiburg freuen. Ihr Projekttitel lautet: „PPI – PatientenProblemeInteraktiv. Ein Lernformat für den kompetenzbasierten, patientenorientierten Unterricht in der Kleingruppe.

Der 3. Preis zu je 3.000 Euro wurde drei Arbeitsgruppen zuerkannt: Für die Arbeit „Menschen mit Demenz in der Hausarztpraxis – Beiträge zur allgemeinmedizinischen Versorgung und Konzeptbildung“ wird eine Arbeitsgruppe (Michael Pentzek u.a.) des Instituts für Allgemeinmedizin in Düsseldorf ausgezeichnet. Ein weiterer 3. Preis geht an die Arbeitsgruppe (Norbert Donner-Banzhoff u.a.) der Abteilung für Allgemeinmedizin in Marburg zum Thema „Kognitive Strategien in der Primärversorgung“. Und ebenfalls den 3. Preis erhalten Dr. Christiane Muth (Institut für Allgemeinmedizin Frankfurt) und Dr. Marjan van den Akker (Maastricht University und KU Leuven) mit internationalen Mitautoren für die Arbeit „The ARIADNE principles: how to handle multimorbidity in primary care consultations“.

Den ebenfalls mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis erhält Dr. Lena Blase von der Abteilung Allgemeinmedizin in Hannover für die Arbeit „Die ManRück Studie – Hausärztliche Manualtherapie bei unkomplizierten Rückenschmerzen“.

Der Preis wird vergeben durch die Dr. Lothar Beyer-Stiftung in der Deutschen Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DESAM). Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) sowie der Deutsche Ärzte-Verlag unterstützen die Preisvergabe.

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