Deutsche Gesellschaft für Nephrologie verleiht Franz-Volhard-Medaille und Franz-Volhard-Preis

Prof. Kurtz ist seit 1992 Lehrstuhlinhaber für Physiologie an der Universität Regensburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Entwicklung der Nieren, Renin-Angiotensin-System, Blutdruckregulierung und oxygenabhängige Genregulation. Für seine rege, für die Nephrologie bedeutsame Forschungstätigkeit wurde er bereits mit zahlreichen Preisen geehrt. Seit November 2005 hat er die Position des Sprechers eines DFG Sonderforschungsbereichs zum Thema „Niere“ inne. Prof. Kurtz ist Mitglied im Editorial Board mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften. Darüber hinaus hat er sich in besonderer Weise um die Fachgesellschaft verdient gemacht. Zwischen 2005 und 2008 war er Präsident der Gesellschaft für Nephrologie (GfN), einer der Vorgängergesellschaften, aus denen die DGfN 2009 hervorging. Auch seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass die Nephrologie nun durch eine Fachgesellschaft repräsentiert ist, in der alle Kräfte gebündelt wurden.

Der zweite diesjährige Preisträger der Franz-Volhard-Medaille ist Prof. Lang aus Tübingen. Er folgte 1992 dem Ruf als C4-Professor an das Physiologische Institut der Universität Tübingen, wo er bis heute tätig ist. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Eigenschaften, Regulation und Pathophysiologie von Ionenkanälen und Transportprozessen, die Bedeutung von Transportprozessen in der Regulation von Zellstoffwechsel, Zellvolumen, Zellproliferation und Zelltod sowie die Rolle von Transportprozessen (bzw. Ionenkanälen) und transportregulierenden-Signalmolekülen infizierter Zellen für das Überleben von Erreger und Wirtszelle. Seine Arbeiten sind wegweisend für die nephrologische Grundlagenforschung und mehrfach national und international ausgezeichnet. Im Jahr 2008 war Prof Lang Kongresspräsident des Nephrologiekongresses der Gesellschaft für Nephrologie (GfN).

Prof. Titze, Träger des Franz-Volhard-Preises 2013, arbeitet derzeit als Professor für Elektrolyt- und Kreislaufforschung an der FAU Erlangen-Nürnberg, sowie als Associate Professor of Medicine and Molecular Physiology an der Vanderbilt University, USA. In seiner Forschungsarbeit hat er neue, wegweisende Konzepte zum Salz- und Wasserhaushalt entwickelt. So konnte er beispielsweise zeigen, dass „steady-state“ Regulation des Salz- und Wasserhaushaltes durch wochen- und monatsrhythmische Speicherung und Freisetzung von Na+ im Körper gekennzeichnet ist. Aufbauend auf diesen Befunden hat seine Arbeitsgruppe zuletzt die 23Na MRI Methodik weiterentwickelt, um Na+-Speicher nicht-invasiv in den Geweben des Menschen quantifizieren zu können. Nun soll dieser neue Forschungsweg auch in patientenorientierten Studien weiterverfolgt werden.

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