Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie verleiht Preise

Hervorragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet
Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP) in Heidelberg wurde der mit 2.000,- Euro dotierte Peter-Jacobi-Förderpreis der DGMP an Frau Dr. Heike Spaderna aus Mainz verliehen. Peter Jacobi (1940-1989) gehörte zu den Klinischen Psychologen, die in den 60er und 70er Jahren der Klinischen Psychologie in der Medizin zu Anerkennung und zum Durchbruch verholfen haben. Der nach ihm benannte Preis wird an promovierte oder habilitierte Kolleginnen und Kollegen verliehen, die sich durch innovative Arbeiten auszeichnen. Bei der diesjährigen Preisverleihung stellte die Jury die große Anzahl der eingegangenen herausragenden Bewerbungen heraus. Das Rennen machte dann schließlich Dr. Heike Spaderna aus dem Fachbereich Psychologie der Universität Mainz mit ihren Arbeiten zu psychosozialen Faktoren als Prädiktoren für die Prognose währen der Wartezeit auf eine Herztransplantation. Mit Ihren Arbeiten konnte Dr. Spaderna zeigen, dass modifizierbare psychosoziale Faktoren wie Depressivität und soziale Isolation das Komplikationsrisiko von Herztransplantationspatienten unabhängig von deren objektiven Krankheitszustand vorhersagen. Ziel müsse es nun sein, zu prüfen, ob eine frühzeitige Diagnose und Behandlung solcher Risikofaktoren zu einer Verbesserung der Prognose bei diesen Patienten führt.
Der Sabine Grüsser-Sinopoli-Preis für den Wissenschaftlichen Nachwuchs ging an Dipl.-Psych. Daniela Harnacke, die die Jury mit ihrer Arbeit zur Verbesserung von Mundhygienefertigkeiten überzeugte. Die wissenschaftliche Karriere der Namensgeberin (1964-2008) kann als vorbildlich für viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebietes gelten. Der nach Sabine Grüsser-Sinopoli benannte Preis wird an Personen verliehen, die eine herausragende Originalarbeit (bereits publiziert, zur Publikation angenommen oder eingereicht) vorlegen. Bewertungskriterien sind dabei die Nähe zum Fach Medizinische Psychologie, die methodische Qualität sowie inhaltliche und/oder methodische Originalität der Arbeit. Daniela Harnacke aus dem Institut für Medizinische Psychologie der JLU Gießen konnte mit ihrer Arbeit zeigen, dass ein computergestütztes Trainingsprogramm zur Verbesserung der Mundhygienefertigkeiten von Patienten beitragen kann. Weiterhin konnte sie deutlich machen, dass nicht alle Zahnputztechniken hierfür gleichermaßen geeignet sind.
Beide Preisträgerinnen zeigen das hohe Niveau aber auch die Bandbreite von Forschungsaktivtäten an der Schnittstelle von Psychologie und Medizin, so die Präsidentin der Fachgesellschaft, Prof. Dr. Renate Deinzer. Erfreulich war in beiden Fällen die Anzahl herausragender Arbeiten, die eingereicht wurden und die es beiden Preiskomitees nicht leicht gemacht haben, sich für eine Bewerberin zu entscheiden.
Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP) ist eine interdisziplinäre Fachgesellschaft und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften. Sie vertritt die Medizinische Psychologie in Forschung, Lehre und Krankenversorgung innerhalb und außerhalb deutscher Hochschulen.
Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie :
Prof. Dr. Peter Kropp, Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin, Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock www.imp.med.uni.-rostock.de

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