Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) zeichnet Journalistin mit dem DGE-Medienpreis aus

In Deutschland leiden Millionen Menschen unter Erkrankungen des Hormonsystems und Störungen des Stoffwechsels. Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Bluthochdruck oder das Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCOS), das für Zyklusstörungen, Zysten in den Eierstöcken und ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich ist, gehören neben vielen selteneren Erkrankungen zum Fachgebiet der Endokrinologie. Das ist in der Bevölkerung jedoch noch nicht sehr bekannt. Um die „Lehre von Hormonen und Stoffwechsel“ ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, hat die DGE eine Informationskampagne ins Leben gerufen: „Hormongesteuert?!“ In deren Rahmen vergibt die Fachgesellschaft in diesem Jahr erstmals einen Medienpreis, um Journalisten und Journalistinnen zu ermuntern, endokrinologische Themen aufzugreifen und öffentlichkeitswirksam darzustellen.

Insgesamt reichten mehr als 20 Journalisten und Journalistinnen Beiträge in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen ein. Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Jurymitglied und Mediensprecher der DGE, bemerkt: „Die Themen reichten von Vitamin D, über Zyklus-Apps, Doping im Freizeitsport bis hin zu Anti-Aging. Das journalistische Niveau war hoch und die Auswahl ist der Jury daher nicht leicht gefallen.“ Überzeugt hat die DGE-Experten dann schließlich der Beitrag „Testosteron: Ein Hormon auf dem Prüfstand“, erschienen im FOCUS GESUNDHEIT am 5. April 2016. Die Autorin, Simone Einzmann, wendet sich darin einem hochbrisanten Thema zu. Sie thematisiert in ihrem Artikel die Gabe von Testosteron an Männer mittleren Alters, die um den Verlust ihrer Vitalität und Manneskraft fürchten. Das Verabreichen des männlichen Sexualhormons wird seit einigen Jahren auch in Deutschland heftig diskutiert: Ist es ein reines Lifestyle-Medikament oder ein geeignetes Mittel für eine wirkungsvolle Anti-Aging-Medizin? Wer soll und darf es nehmen? Und welche Risiken gibt es, wenn Männer, aus welchen Gründen auch immer, zusätzlich Testosteron nehmen?

Simone Einzmann gelingt es, das Thema differenziert und fachlich genau auszuloten. „Ihr Artikel trägt dazu bei, hartnäckige Mythen zu knacken, etwa die Vorstellung, es gäbe ‚Wechseljahre’ des Mannes. Die Symptome, die manche Männer um die 50 haben, gehen eben meist nicht mit einem Testosteronmangel einher, und das belegt die Autorin in ihrem Beitrag“, erklärt Professor Dr. med. Dr. h. C. Helmut Schatz, Bochum, Mitglied der Jury und des DGE-Vorstands. Neben der verständlichen Darstellung überzeugte die Jury die Vielstimmigkeit des Artikels, in dem verschiedene Experten und Betroffene zu Wort kommen. Auch dass die Autorin denjenigen Männern, die unter Symptomen wie Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen oder Libidoverlust leiden, andere Strategien aufzeigt, wie beispielsweise Lebensstiländerungen und Sport, macht den Beitrag preiswürdig. „Die Probleme sind ja da, die Männer kommen nicht grundlos in die Praxis“, sagt Professor Dr. med. Martin Reincke, Präsident der DGE. „Aber es ist wichtig, dass jeder Patient gründlich untersucht und Testosteron nur dann verschrieben wird, wenn ein wirklicher Mangel besteht. Der Artikel von Simone Einzmann hilft, dass sowohl die verantwortlichen Ärzte als auch die betroffenen Männer diesen Zusammenhang begreifen.“

Der DGE-Medienpreis wird auch im Jahr 2017/18 vergeben und richtet sich an Journalisten und Journalistinnen, die für Zeitungen oder Zeitschriften (Print oder Internet), Hörfunk oder Fernsehen arbeiten. Berücksichtigt werden Beiträge, die zwischen dem 16. Februar 2017 und dem 15. Februar 2018 publiziert werden.
Weitere Hinweise unter:

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Terminhinweise:

60. Deutschen Kongresses für Endokrinologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
15. bis 17. März. Weitere Informationen zur Tagung und das Programm finden Sie im Internet unter www.dge2017.de

Patiententag in Würzung:
„Schilddüsenkrebs und andere Schilddrüsenkrankheiten: Lebensqualität unter der Einnahme von Schilddrüsenhormonen“
Samstag, 18. März 2017
9.00 bis 13.00 Uhr in Würzburg
Ort: Großer Hörsaal der Chirurgie im ZOM der Universitätsklinik Würzburg
Universitätsklinikum Würzburg, Chirurgische Klinik & Poliklinik
Zentrum Operative Medizin (ZOM)
Oberdürrbacher Str. 6
D-97080 Würzburg

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Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Drüsen – zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken – „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“ in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen wie Speichel- oder Schweißdrüsen ihre Sekrete nach „außen“ ab.

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Kontakt für Journalisten:
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Dagmar Arnold
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
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Telefax: 0711 8931-167
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