Designstudierende zeigen Arbeiten zu Lebensmittelzusätzen im Deutschen Zusatzstoffmuseum

Aus Milch werden nicht nur Käse, Sahne oder Butter hergestellt. Elisabeth Rutzki zeigt, wie die Zusatzstoffindustrie das saubere Image der Milch für ihre Zwecke nutzt. Katharina Dose stellt dar, dass Lebensmittel bereits seit der Antike immer wieder gefälscht, gestreckt oder geschönt wurden. Mit den Werken der beiden Absolventinnen erweitert das Deutsche Zusatzstoffmuseum seine Ausstellung und möchte einen Beitrag zur Aufklärung der Verbraucher leisten. Denn nur wer weiß, was er isst und wie Lebensmittel hergestellt werden, ka nn aus dem Angebot der Lebensmittelindustrie die Produkte auswählen, die seinen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden.

Das Deutsche Zusatzstoffmuseum und die HAW Hamburg möchten Sie zur Eröffnung der Ausstellungen einladen. Sie findet statt am:

Freitag, 9. November 2012 um 17:30 Uhr
Deutsches Zusatzstoffmuseum, Großmarkt Hamburg, Tor Ost, Auf der Brandshofer Schleuse, 20097 Hamburg

Über die Ausstellungen:

Elisabeth Rutzki – „Weg mit den E-Nummern – her mit den funktionalen Additiven: wie sich die Zusatzstoffindustrie das saubere Image der Milch zunutze macht“
Am Beispiel des Rohstoffs Milch zeigt Elisabeth Rutzki, wie die Zusatzstoffindustrie das saubere Image der Milch nutzt: Sie stellt aus ihr Substanzen her, die wie Zusatzstoffe wirken, aber nicht als solche auf den Lebensmittelverpackungen deklariert werden müssen. Dort steht beispielsweise lediglich „Milcheiweißerzeugnis“ für einen Zusatz, der wie ein Geschmacksverstärker wirkt. Durch den vielfältigen Einsatz dieser „Zusatzstoff-Imitate“ in unseren Lebensmitteln ist das Thema höchst verbraucherrelevant und betrifft jeden von uns.

Katharina Dose – „Getrickst wurde schon immer“
„Früher war alles besser“ – solche Sprüche hört man oft, in Bezug auf Lebensmittel sind sie aber häufig nicht richtig. Katharina Dose gestaltete für ihre Masterarbeit einen Überblick über die Geschichte der Zusatzstoffe und Lebensmittel von der Antike bis heute. Schon in der Frühzeit wurden Lebensmittel gefälscht, gestreckt und geschönt, um sie gewinnbringender verkaufen zu können. Teils aus Unkenntnis, teils aus Berechnung wurden dazu teilweise auch gesundheitsschädigende Substanzen verwendet. Heute sind unsere Lebensmittel zwar so überprüft und sicher wie nie zuvor. Der Hang zum Strecken und Schönen ist allerdings ungebrochen.

Weitere Informationen:

Kontakt:
Christian Niemeyer
Deutsches Zusatzstoffmuseum, Großmarkt Hamburg
20097 Hamburg
Tel.: 040.320 277 57
info@zusatzstoffmuseum.de

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