Der Zertifikatslehrgang zum qualifizierten Medizinpraktiker eröffnet Qualität und Kontinuität

„Ich kann Ihnen allen gratulieren: Sie haben bestanden!“ Mit diesen Worten beglückwünschten Chefarzt Dr. Michael Dinkel von der Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt / Saale sowie Professor Dr. Jürgen Seifert von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt die neun Absolventen des zweiten Moduls des berufsbegleitenden Zertifikatslehrgangs „Qualifizierter Medizinpraktiker“. Diesen bieten das Klinikum sowie die Hochschule Würzburg-Schweinfurt gemeinsam berufsbegleitend an.

Für die Weiterqualifizierungsmaßnahme gibt es zwei Beweggründe: Zum einen befindet sich das deutsche Gesundheitswesen im Wandel mit komplexeren und dynamischeren Arbeitsherausforderungen sowie einer hohen Konkurrenz und entsprechenden wirtschaftlichen Vorgaben bei gleichzeitig hohen Leistungserwartungen. Zum anderen ermöglicht die erfolgreiche Teilnahme Gesundheits- und Krankenpflegern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in der Anästhesie und Intensivmedizin die Möglichkeit, sich auf einer akademischen Grundlage weiterzuentwickeln und delegierte ärztliche Aufgaben verantwortungsvoll zu übernehmen. Die Kurse werden nicht sporadisch mit unterschiedlichen Inhalten angeboten – durch die Kooperation von Klinik und Hochschule ist gewährleistet, dass den Teilnehmern ein kontinuierliches Kursangebot auf hohem Niveau bereitgehalten wird.

Der Zertifikatslehrgang erstreckt sich über drei Semester und vier Module, die komplett wie auch einzeln besucht werden können. Die Teilnahme findet berufsbegleitend an einem Tag pro Woche, in Blockveranstaltungen sowie an Wochenenden statt an der Hochschule in Würzburg und in der HGK Bad Neustadt. Da die Pflegekräfte die praktischen Anteile in ihren Kliniken absolvieren, ist der Aufwand für die jeweiligen Dienstplanungsabteilungen gering. Mit Erlangung des Zertifikats erreichen die Kursteilnehmer 60 ECTS-Punkte.

Die Teilnehmer erwarten mit der anerkannten akademischen Weiterbildung in den vier Modulen (Vermittlung von Basiskompetenzen im Bereich der Führung und Organisation, medizinische Basiskompetenzen und Notfallversorgung, Basis- und vertiefte Kompetenzen in der Intensivmedizin sowie wissenschaftliches Arbeiten) ebenso ein fundiertes Grundlagenwissen für Führungsaufgaben wie eine Vertiefung des Fachwissens in der Intensiv- und Akutmedizin. Parallel zu den theoretischen Inhalten trainieren sie die Umsetzung hinein in den klinischen Alltag auf Basis praxisorientierter Lehrmethoden wie z.B. dem Simulatortraining. Als Dozenten und Prüfer stehen Professoren und Hochschuldozenten als wissenschaftliche Experten für die entsprechenden Themengebiete sowie ausgewiesene Praktiker aus dem klinischen Alltag bereit.

Interessierte können sich bewerben für den Zertifikatslehrgang zum qualifizierten Medizinpraktiker bis zum 15. September.

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