Der Pumphut geht um

(djd). Sanfte Hügelketten, quellklares Spreewasser, ausgedehnte Wälder, verträumte Orte mit barocken Kirchen und einzigartige Umgebindehäuser: Im Feriengebiet Oberlausitzer Bergland fällt es leicht, den hektischen Alltag hinter sich zu lassen. Wanderer können auf mehr als 300 Kilometern gut markierter Wanderwege die Heimat der Oberländer in Ostsachsen erkunden. Radfahrer touren unter anderem auf dem „Spreeradweg“. Und wer Wellness großschreibt, entdeckt in Kirschau eine romantische Oase. Alle Informationen gibt es bei der Gebietsgemeinschaft „Feriengebiet Oberlausitzer Bergland“, Telefon 03592-385416 oder unter http://www.oberlausitzer-bergland.de im Internet.

Dem Hexenmeister begegnen

Reich ist das Oberlausitzer Bergland auch an Sagen aus der Region. Viele handeln von Martin Pumphut: Er war ein Müllergeselle, der mit dem berühmten Zauberlehrling Krabat in einer Schwarzkollmer Mühle lernte und magische Kenntnisse erwarb. Nach seiner Lehrzeit ging er auf die Walz und trieb allerlei Zauberei und Schabernack. Zu denen, die ihn gut behandelten, war er gut, und zu den Bösen gemein.

„Diese Sagen leben heute in und um Wilthen fort“, berichtet Heiko Harig, der vor Ort gern in die Verkleidung des Hexenmeisters schlüpft. Bekannt ist Harig als Entertainer aus dem MDR-Fernsehen. In Wilthen überrascht er große und kleine Besucher als etwas bärbeißige Sagengestalt. Seine Späße lassen die Zuhörer aber schnell auftauen.

Geheimnisvolle Schätze

Die Wilthener lieben ihren Pumphut. Deshalb haben sie ihm einen Rundwanderweg gewidmet: Der Pumphutsteig ist 17 Kilometer lang. Sechs Schautafeln künden von den sagenhaften Taten des Oberlausitzer Hexenmeisters, und auf der speziellen Wanderkarte sammelt man Pumphut-Stempel. Angebunden ist der Steig über die Region „Kälbersteine“ an den „Brunnenpfad“ in Oppach, den Grenzwanderweg „Rote Waldameise“ in Sohland/Spree und den Oberlausitzer Bergweg von Neukirch nach Zittau. Wie in den Sagen vom Pumphut entdeckt man bei den Wanderungen überall Besonderes. Die vielen schönen Sonnenuhren in Taubenheim, die steinernen Aussichtstürme, das Wasser in Kirschau und die Granitfelsen in der Umgebung, alle bergen „geheimnisvolle Schätze“.

„Götterhand“ an der „Teufelskanzel“

Phänomenale Aussichten sind die Belohnung für die Wanderanstrengungen, zum Beispiel auf den „Picho“ mit „Jeschkenblick“ am Wilthener Galgenberg, auf den „Valtenberg“ in Neukirch oder beim Erklimmen der „Kälbersteine“ von den Aufstiegen aus Oppach, Crostau oder Sohland. Richtig spannend wird es an der „Teufelskanzel“: Eine Einkerbung auf dem Felsen ähnelt einem Handabdruck. „Das ist eine Götterhand“, erläutert Harig mit einem Augenzwinkern. Im Frühjahr 2006 entdeckten Mitglieder der Fachgruppe Archäoastronomie der Sternwarte Sohland die große, handförmige Auswitterungsmulde im Felsgestein.

Möglicherweise schuf sie nur eine Laune der Natur. Dennoch ergaben in 2007 durchgeführte Messungen ein überraschendes Ergebnis: Blickte man nämlich aus dem dreieckigen Sichtloch einer nahe gelegenen Höhle über die „Götterhand“ zum Himmel, sah man direkt auf den Mittagspunkt der Wintersonnenwende.

Das gleiche Phänomen wurde am „Kälberstein“ und weiteren Felsformationen festgestellt. Ein Zufall? Auf geführten Wanderungen kann man einiges darüber erfahren.

Kurztext

Auf Pumphuts Spuren im Oberlausitzer Bergland wandern

(djd). Unter Wanderern ist das Oberlausitzer Bergland sehr beliebt. Mehr als 300 Kilometer gut markierter Wanderwege führen in 300 bis 600 Metern Höhe über sanfte Hügelketten, durch ausgedehnte Täler und liebevoll gestaltete Dörfer. Sagenhaftes erleben Gäste auf dem Wilthener Pumphutsteig, einem 17 Kilometer langen Ringwanderweg. Sechs Schautafeln berichten von Hexenmeister Martin Pumphut. Mit dem Zauberlehrling Krabat arbeitete er als Müllergeselle. Später trieb er allerhand Schabernack. Aufregend wird die Tour an der „Teufelskanzel“: Im Fels soll der Abdruck einer Götterhand erkennbar sein. Informationen gibt es bei der Gebietsgemeinschaft „Feriengebiet Oberlausitzer Bergland“, Telefon 03592-385416 oder http://www.oberlausitzer-bergland.de im Internet.

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