Der König der Kuchen

(djd). Für Naschkatzen hat Baumkuchen das ganze Jahr über Saison, doch wenn die Tage kürzer werden und das Weihnachtsfest immer näher rückt, beginnt die Baumkuchenzeit – und das köstliche Gebäck darf auf keiner Kaffeetafel fehlen. Baumkuchen sind vor allem auch eine ausgezeichnete kleine Geschenkidee zum Fest.

Jeder Kuchen ein Unikat

Baumkuchen gibt es inzwischen in jedem Supermarkt. Kenner aber wissen, dass die industriell hergestellte Backware dem Vergleich mit einem echten, in Handarbeit hergestellten Baumkuchen keinesfalls standhält. Denn die Zutaten für den König des Kuchens, wie Liebhaber die Gebäckspezialität auch bezeichnen, müssen immer aus Butter, Zucker, Vanille, Mehl und richtigen Eiern bestehen. Während sich eine Walze langsam und regelmäßig vor einer offenen Flamme dreht, trägt der Konditor den Teig von Hand in einer ersten dünnen Lage auf die Walze auf. Nach dem Backen, das nur wenige Minuten dauert, folgen Schicht auf Schicht, so dass die typische Maserung entsteht. Sind die Ringe unregelmäßig und wild, handelt es sich um aufwändige Handarbeit. Sie sind ein Zeichen handwerklicher Qualität und machen jeden Kuchen zu einem echten Unikat.

Baumkuchen aus Salzwedel

Eine besonders lange Tradition hat das zarte Gebäck in Salzwedel. In der Hansestadt in Sachsen-Anhalt wird zum Beispiel der „Salzwedeler Baumkuchen“ mit viel Hingabe und handwerklichem Können nach überlieferter Rezeptur nur mit besten Zutaten hergestellt. Ob ganz klassisch mit Zuckerglasur, mit Zartbitterkuvertüre, weißer oder Vollmilchschokolade überzogen – die Marke ist seit 2010 mit dem EU-Gütezeichen „geschützte geografische Angabe“ versehen. Es garantiert die Richtigkeit der geografischen Herkunft und die Einhaltung traditioneller Herstellungsschritte über den gesamten Erzeugungsprozess. „Salzwedeler Baumkuchen“ darf nur innerhalb der Ortsgrenzen von Salzwedel und nur durch eine rein traditionelle Fertigung im gemauerten Ofen über offener Flamme gebacken werden. Mehr Informationen über die Geschichte und die Herstellung des Baumkuchens gibt es unter http://www.salzwedelerbaumkuchen.de

Das Sortiment reicht vom klassischen Baumkuchen mit ein, zwei oder drei Ringen über Baumkuchenspitzen und -konfekt bis hin zur Baumkuchentorte. Doch anders als eine Torte darf ein Baumkuchen auf gar keinen Fall durch senkrechte Schnitte zerteilt werden. Vielmehr wird mit einem sehr scharfen Messer von oben quer zum aufrecht stehenden Kuchen geschnitten. So werden nicht nur die einzelnen „Jahresringe“ sichtbar, der Kuchen bleibt auch länger locker und saftig.

Feine Geschenke erhalten die Freundschaft

Liebevoll verziert mit Weihnachtsdeko aus Marzipan sind die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit Gold prämierten Baumkuchen ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Auf Wunsch verschickt der Hersteller Baumkuchenspitzen und -konfekt sowie Kuchen mit ein, zwei oder drei Ringen auch direkt – schön verpackt in einer Schmuckdose und mit einer persönlichen Grußkarte versehen. Wer bis zum 17. Dezember im Onlineshop bestellt, kann zudem sicher sein, dass die süße Köstlichkeit ihren Empfänger rechtzeitig zum Fest erreichen wird.

ZUSATZINFO

Die Geschichte des Baumkuchens

Die ersten bekannten Rezepturen für eine baumkuchenähnliche Spezialität stammen aus einem italienischen Kochbuch von 1426. Doch erst seit dem 17. Jahrhundert wird der Baumkuchen auf einer sich drehenden Walze gebacken. Damit wurde die Herstellung für den Laien zu aufwändig und der „König der Kuchen“ wurde zur Paradedisziplin der Konditoren. Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden die Zentren der Baumkuchenherstellung in Dresden, Cottbus und vor allem in Salzwedel. Baumkuchenspitzen waren übrigens die Folge eines Missgeschicks. Einem angesehenen Konditor in Tilsit, im damaligen Ostpreußen, zerbrach 1907 die gesamte Tagesproduktion. In seiner Verzweiflung überzog er die verbliebenen, gleichmäßig geschnittenen Trapeze mit dunkler Kuvertüre – und die Baumkuchenspitzen waren geboren.

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