Der Heart-Failure-Awareness-Day 2016

Als ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der Herzinsuffizienzforschung in Deutschland ist das im Universitäts-klinikum Würzburg ansässige Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) einer der Vorreiter des deutschen HFA-Days. Seit 2010 erforscht und behandelt das Zentrum die kardiologische Erkrankung Herzinsuffizienz und ihre Komplikationen und entwirft innovative Therapiekonzepte. Bereits seit der Entstehung des HFA-Days setzen sich die Kardiologen des Zentrums für die Aufklärungs- und Präventionskampagne ein: „Der HFA-Day ist für uns ein wichtiges Element der Präventionsarbeit“, sagt Prof. Stefan Störk, wissenschaftlicher Ge-schäftsführer des DZHI. „Da davon auszugehen ist, dass die Herzschwächefallzahlen weiter zunehmen und noch viele Herausforderungen auf uns zukommen, ist es sehr wichtig, dass jeder Einzelne über Herzschwäche und deren Vermeidung Informationen erhält“.

Unterstützung erhält die Kampagne auch von prominenter Seite. Beispielsweise von gleich mehreren Spit-zensportlern, die sich im Rahmen des Mottos „Mein Herz in Bewegung“ als Schirmherren für den HFA-Day engagieren. So der Teamkapitän des Handball-Zweitbundesligisten DJK Rimpar Wölfe, Stefan Schmitt, aber auch der Profifußballer und Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, was ein Leben mit einem Herzfehler bedeutet und wie wichtig medizinische Hilfe ist“, so Asamoah zu seinem Enga-gement als Schirmherr.

Die Deutsche Herzstiftung als Deutschlands größte Patientenorganisation für Herzgesundheit ist natürlich ebenfalls dabei, wenn es darum geht, das schwache Herz zu stärken: „Zur Bekämpfung der weiterhin hohen Sterblichkeit, insbesondere der koronaren Herzkrankheit (KHK), die der Herzschwäche am häufigsten voraus-geht, setzen wir vor allem auf gezielte Aufklärung. Jeder sollte die Bedeutung eines gesunden Lebensstils für die Vorbeugung von KHK und Herzschwäche sowie die Herzinfarkt-Alarmzeichen kennen“, betont Prof. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Herzstiftung. „Dazu bieten wir über unsere Homepage für jeden erreichbar und verständlich viele Ratgeber, den Herzinfarkt-Risikotest und den Herzstiftungs-Newsletter an.“ Anzutreffen ist die Herzstiftung (www.herzstiftung.de) während der HFA-Day Aktionstage bei vielen Veran-staltungen, wo sie gemeinsam mit den veranstaltenden Kliniken und Herzzentren alle Interessenten über Herzschwäche informiert.

Wer sich aktiv an der Herzinsuffizienzforschung beteiligen möchte, kann online bis Ende Juni an der großen Umfrage zu Herzschwäche teilnehmen (https://go.uniwue.de/hfa-day-2016). Wer sich während des HFA-Days aktiv zeigen möchte, kann bei einer der sieben Touren mit Herz mitradeln. Sie finden statt, um ein Zeichen für mehr Bewegung im Alltag und für die Gesundheit zu setzen.

Volkskrankheit Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz ist eine der am stärksten drängenden medizinischen und sozioökonomischen Heraus-forderungen des 21. Jahrhunderts. Sie belegt den ersten Platz der Ursachen-Hitliste für Krankenhaus-einweisungen. Bundesweit sind bis zu drei Millionen Menschen betroffen, 50% sterben innerhalb von 4 Jahren nach der Diagnose. Aufklärung ist deshalb dringend erforderlich.
Der Europäische Tag der Herzschwäche (European Heart Failure Awareness Day – HFA-Day) wurde 2010 von der Europäischen Gesellschaft ins Leben gerufen, um europaweit über die gefährliche Volkskrankheit aufzu-klären. Die deutschlandweiten Aktionen koordiniert das Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) am Universitätsklinikum Würzburg. Nationaler Partner ist die Deutsche Herzstiftung, die sich seit über 35 Jahren für die Herzgesundheit Deutschlands einsetzt.

Literaturtipps:

Der Ratgeber „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute“ der Herzstiftung (160 S.) mit vielen Tipps ist für 3 Euro in Briefmarken (Versand) erhältlich bei: Deutsche Herzstiftung e. V., Bocken-heimer Landstr. 94-96, 60323 Frankfurt/M., Tel. 069 955128-400, oder unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie

Der Ratgeber „Herzschwäche verstehen und (be)handeln“ des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz, dessen Projektbüro im DZHI ansässig ist, informiert über Herzschwäche auch in Bezug auf aktuelle Forschungsergeb-nisse und den Vorteil von der Teilnahme an klinischen Studien bei bestimmten Herzschwächeformen. Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich bei: Kompetenznetz Herzinsuffizienz, Straubmühlweg 2a, 97078 Würzburg, E-Mail: info@knhi.de

Ein Herztagebuch für Patienten mit Herzschwäche hilft Betroffenen, einem lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit vorzubeugen. Darin lässt sich täglich der Verlauf von Erkrankung und Beschwerden auf Basis von Werten wie Körpergewicht, Blutdruck und Puls dokumentieren, um diese mit dem Arzt zu besprechen. Erhält-lich gegen 1,45 EUR in Briefmarken (Versand) bei: Deutsche Herzstiftung e. V. (Adresse s. o.), Tel. 069 955128-400, oder unter www.herzstiftung.de/Herztagebuch.html

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