Der Gefäßerkrankung davon“sausen“ – weitere Teilnehmer für Studie gesucht

Dass regelmäßiges Sporttreiben eine vorbeugende Wirkung hat, wissen die meisten Menschen. Dennoch stellt sich die Frage, wie ein gesundheitsförderndes Training individuell optimal gestaltet werden kann. „Viele Erkenntnisse über die präventive Wirkung durch Sport stützen sich auf Beobachtungsstudien, in denen sportlich aktive Menschen mit inaktiven Probanden verglichen werden“, erläutert Tim Meyer, Ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Saar-Uni. In der sportlich aktiven Gruppe werden dabei üblicherweise verschiedenste Formen des Trainings zusammengefasst. Diese Vorgehensweise erlaubt allerdings keine Rückschlüsse auf einen individuell zugeschnitten Trainingsplan. „Ähnlich wie bei der Testung von Medikamenten benötigt man stattdessen Studien, in denen konkrete Trainingsreize wissenschaftlich gründlich untersucht werden“, erklärt der Sportmediziner. Dabei sei es gewiss sinnvoll, auch die individuellen Eigenschaften der Sportler zu beachten. Für einen 55-jährigen übergewichtigen Mann mit leicht erhöhtem Blutdruck könne beispielsweise ein anderes Trainingsprogramm geeignet sein als für eine 35-jährige Frau mit zu hohem Cholesterinspiegel. Eine weitere offene Frage, der die Saarbrücker Sportmediziner nachgehen, befasst sich mit der individuell unterschiedlichen Reaktion auf ein Training – also mit dem Phänomen, dass manche Menschen auf ein bestimmtes Training gut ansprechen und andere gar nicht.

Um diese Fragen zu klären, hat das Institut für Sport- und Präventivmedizin der Saar-Uni die so genannte Saarländische Ausdauer-Etappe „Sause“ ins Leben gerufen. Bei dieser größten kontrollierten Trainingsstudie in Deutschland führen die Probanden über einen bestimmten Zeitraum ein genau festgelegtes und betreutes Training durch. Auf diese Weise können die Auswirkungen des Sportprogramms auf die Gesundheit und die körperliche Leistungsfähigkeit mit einem Probandenkollektiv ohne sportliches Training in optimaler Weise verglichen werden. In der „Sause“ werden die Teilnehmer einer von insgesamt vier Gruppen zugelost. Die Zulosung ist aus wissenschaftlichen Gründen notwendig, da eine freie Wahl des Trainingsprogramms durch die Probanden das Ergebnis verzerren kann. In zwei der Gruppen wird über einen Zeitraum von einem halben Jahr ein betreutes Lauftraining durchgeführt (dreimal pro Woche Dauerlauf oder Intervalltraining), in der dritten Gruppe trainieren die Probanden dreimal pro Woche an Krafttrainingsgeräten. Die vierte Gruppe ist die Kontrollgruppe; diese Probanden behalten ihren Lebensstil bei und treiben keinen Sport (erhalten jedoch im Anschluss an das halbe Jahr ebenfalls ein kontrolliertes Sportprogramm).

Für die „Sause“ suchen die Saarbrücker Sportmediziner um Professor Meyer ab Januar 2012 weitere zuverlässige, untrainierte und gesunde Teilnehmer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Diese sollten bereit sein, ein halbes Jahr dreimal pro Woche zu trainieren. Begleitet werden die Probanden von Sportmedizinern und Sportwissenschaftlern des Instituts für Sport- und Präventivmedizin sowie des Kooperationspartners, der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Wer teilnehmen möchte, darf sich gerne unter der folgenden E-Mail-Adresse am Institut für Sport- und Präventivmedizin melden und seinen Namen und eine Telefonnummer hinterlassen: sause@mx.uni-saarland.de

Weitere Informationen zur Trainingsstudie gibt es unter:

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. med. Tim Meyer
Tel.: 0681/302-70400
E-Mail: sause@mx.uni-saarland.de

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