Den Stress einfach weglachen

(djd). Lachen ist gesund und sogar die beste Medizin – das weiß der Volksmund und hat Recht damit. Denn regelmäßiges Lachen hilft gegen Stress, sorgt für eine positive Ausstrahlung und vermeidet schlechte Laune schon im Ansatz. Mit dem sogenannten Lachyoga lässt sich das Ganze sogar trainieren. Erfunden hat es der indische Arzt Madan Kataria. Er stellte irgendwann fest, dass Lachen auch ohne Grund gesund sei. Gemeinsam mit seiner Frau entwickelte er im Jahre 1995 Lachyoga-Übungen, die aus einer Mischung aus Atemübungen, Stretching und pantomimischen Lachübungen bestehen. Mittlerweile gibt es etwa 6.000 Lachklubs in aller Welt.

Cornelia Lutz ist Ernährungs- und Gesundheitsberaterin und Lachyoga-Trainerin in Nürnberg. Sie weist darauf hin, dass es mit der Gelotologie – der Lachforschung – sogar einen eigenen Wissenschaftszweig gebe, der Erstaunliches festgestellt habe: „Durch das intensive Lachen werden beispielsweise Stoffwechsel und Verdauung angeregt, Endorphine werden vermehrt ausgeschüttet und Stresshormone reduziert, das Immunsystem wird gestärkt und unsere Sauerstoffaufnahme verbessert.“ Nach den Erfahrungen von Cornelia Lutz gibt es Menschen, denen es ganz leicht fällt, beim Lachen abzuschalten, andere brauchen ein paar Lachyoga-Stunden, um im Kopf frei zu werden und sich auf die Übungen einzulassen.

Lachyoga ist für alle da

Laut Cornelia Lutz gibt es kaum eine Personengruppe, für die Lachyoga nicht geeignet sei: „Es wird Lachyoga für Kinder, für Senioren und selbst in Firmengruppen als „Businesslachen“ angeboten, um beispielsweise das Teamgefühl zu stärken, die Kreativität zu fördern und als Entspannungsmethode.“ Lachyoga sei auf jeden Fall eine gute Methode, um aus einem emotionalen Tief wieder herauszukommen. Mittlerweile wird Lachyoga auch in der Schmerztherapie eingesetzt, beispielsweise im Klinikum Nürnberg.

„Jeder verhält sich beim Lachyoga anders, auch wenn es natürlich einen bestimmten Rhythmus gibt – nämlich einen Wechsel aus Lachyoga-Übungen, Klatschübungen und Atmen“, erläutert Cornelia Lutz. „Wir beginnen immer mit einem kleinen Warm-up mit Musik, um uns erst mal ein bisschen zu lockern.“ Dann beginne der Lachyoga-Teil mit vielen verschiedenen Übungen, dem Schlachtruf „Hohohahaha“ aller Lachyogis und Atemübungen zum Entspannen. Einige Übungen könne man, so Cornelia Lutz, auch sehr gut zu Hause machen. Dazu zählen beispielsweise die fünf heilenden Lachlaute. Am lustigsten sei Lachyoga trotzdem in der Gruppe, weil man sich gegenseitig „anstecke“. Infos gibt’s unter http://www.lachyoga-nuernberg.de nachzulesen

Bei schweren Formen von Depressionen hilft auch kein Lachyoga

Lediglich bei schweren Formen von Depressionen, so Cornelia Lutz, werde von Lachyoga abgeraten. Solche psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder ein Burn-out sind so gravierend, dass sie immer häufiger bis zur Berufsunfähigkeit führen. Wenn Arbeitnehmer ihren Beruf nicht mehr ausüben können, gibt es vom Staat meist nur eine minimale Unterstützung, die sich oft auf Hartz-IV-Niveau bewegt und somit nur eine Grundversorgung darstellt. Christoph Andersch von den Ergo Direkt Versicherungen empfiehlt deshalb, sich frühzeitig privat mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für den Fall der Fälle zu schützen. Denn gerade in jungen Jahren sei die gesundheitliche Situation noch gut und damit problemlos versicherbar. „Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente sollte etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens betragen“, rät Andersch. Die Laufzeit der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte sicherheitshalber bis zum tatsächlichen Renteneintritt, also einem Endalter 65 oder 67, gewählt werden.

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