Den Stellenwert der oralen Implantologie für die Gesundheitsversorgung definieren

»Wir nehmen das Motto unseres Kongresses ganz wörtlich«, sagt Prof. Dr. Frank Schwarz, Düsseldorf, Präsident des DGI-Kongresses 2013 und Vizepräsident der Gesellschaft. »Wir wollen unser innovatives und komplexes Querschnittsfach nicht nur aus dem Blickwinkel der Zahnmedizin beleuchten, sondern haben auch Vertreter anderer medizinischer Disziplinen eingeladen, ihre Sicht auf die Implantologie zu präsentieren.« In der Tat spielt die Implantologie in vielen zahnmedizinischen Bereichen eine Rolle und hat darüber hinaus zahllose Berührungspunkte mit anderen medizinischen Fächern, etwa der Inneren Medizin, der Unfallchirurgie oder der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

So können andere Erkrankungen den Therapie-Erfolg beeinflussen, etwa Diabetes mellitus, aber auch entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis. »Ist ein Diabetes-Patient gut eingestellt, ist die Versorgung mit Implantaten unproblematisch«, sagt Professor Schwarz. Werden Patienten hingegen mit bestimmten Medikamenten behandelt, etwa so genannten Bisphosphonaten, ist Vorsicht geboten.

Die Themen für die Zukunft.
»Wir stellen auf unserer Tagung die Themen vor, die in die Zukunft weisen und für Zahnärzte und ihre Patienten relevant und wichtig sind”, sagt Professor Schwarz. Das Spektrum reicht von den neuen Möglichkeiten der »digitalen Implantologie« über die Frage, wann kurze Implantate sinnvoll sein können, über Infektionsprophylaxe und Periimplantitis, bis zur erforderlichen Zahl der Implantate, wenn Patienten mit zahnlosen Kiefern mit Zahnersatz versorgt werden müssen.

Die Dialoge an Schnittstellen.
Welche Bedeutung haben Implantate für die Gesundheit der Patienten? Antworten auf diese Frage soll die fachübergreifende und interdisziplinäre Nutzen-Bewertung einer Implantat-Versorgung geben. Dass Zahnimplantate die Kaufähigkeit und damit die mundbezogene Lebensqualität verbessern, belegt eine Vielzahl von Untersuchungen. Inzwischen gibt es Studien, die das Einsetzen einer Demenz und den allgemeinen Gesundheitszustand bei älteren Menschen mit der Kaufähigkeit in Verbindung bringen.
Auch die internationale Ebene wird beleuchtet. »Wir werden die in Deutschland üblichen Therapiekonzepte mit jenen aus anderen Ländern vegleichen und die Frage nach internationalen Standards stellen«, betont Professor Schwarz.
Dialoge an Schnittstellen gibt es auch zu den Themen Ethik in der Implantologie, Genderforschung sowie Ausbildung und Nachwuchs. Erstmals gestaltet der DGI-Nachwuchs, die »nexte Generation« auf diesem Kongress eine eigene Session. Präsentiert wird dort das breite Spektrum der Zukunfts- und Karrierechancen.

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