Demenz – neuartige Diagnostik ermittelt das persönliche Risiko

Demenz: Über eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz, wobei die Tendenz aufgrund der wachsenden Lebenserwartung stark zunehmend ist. Über die Hälfte der Fälle beruht auf der so genannten Alzheimer-Krankheit, die zweite große Gruppe ist auf Durchblutungsstörungen (cerebrovaskuläre Demenz) zurückzuführen. Auch Mischformen kommen vor.

Der mit Demenzerkrankungen einhergehende Verlust der geistigen Fähigkeiten ist in der Bevölkerung sehr stark angstbesetzt und wird als noch stärkere Bedrohung empfunden als Herz-Kreislauf- und selbst Krebserkrankungen. Viele Menschen wollen daher wissen, ob es sich bei der mit den Jahren fast regelhaft auftretenden Vergesslichkeit in Bezug auf Namen, Ereignisse oder verlegte Gegenstände in ihrem individuellen Fall um ein normales Altersphänomen oder um das Vorstadium einer Demenz handelt.

Jeder Mensch verliert mit steigendem Alter Hirnsubstanz. Bei einer Demenzerkrankung ist dieser Verlust deutlich größer und findet in der Regel schon Jahre oder gar Jahrzehnte vor dem Auftreten der ersten Symptome statt. Das Gehirn kann diese schleichenden Veränderungen sehr lange kompensieren, bis dann schließlich doch erste Gedächtnislücken auftreten. Daher können auch jüngere Menschen mit guter geistiger Leistungsfähigkeit bereits Opfer krankhafter Veränderungen des Gehirns sein. Mit herkömmlichen Tests können solche Veränderungen des Gehirns nicht immer mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden.

Demenzerkrankungen ausschließen mittels BrainCheck Precision
Die Firma BBS medical services hat daher – basierend auf Forschungsarbeiten aus England – ein Verfahren entwickelt, mit dem krankhafte Veränderungen des Gehirns mit größerer Sicherheit als bisher ausgeschlossen werden können. Ab sofort und exklusiv in Norddeutschland bietet das Medizinische PräventionsCentrum Hamburg (MPCH) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) seinen Kunden und Patienten dieses Verfahren an (BrainCheck Precision+). Dabei werden zunächst strahlenfreie, dreidimensionale MRT-Aufnahmen (Kernspin) des Gehirns angefertigt. Mithilfe einer von BBS medical services speziell entwickelten Software werden aus diesen Aufnahmen dann die Volumina einzelner Hirnbereiche berechnet. Es ist schon länger bekannt, dass das gesamte Gehirn im Laufe des normalen Alterungsprozesses an Substanz verliert und damit kleiner wird. Bei Demenzerkrankungen, insbesondere bei der Alzheimer-Erkrankung, nimmt das Volumen jedoch in denjenigen Hirnbereichen überproportional ab, die für Gedächtnisleistungen verantwortlich sind, z.B. im sog. Hippocampus. Und genau hier setzt das neue Verfahren an: Sind die betreffenden Bereiche deutlich kleiner als im jeweiligen Alter zu erwarten, besteht ein erhöhtes Risiko, in den nächsten fünf Jahren an einer Demenz zu erkranken. Wenn – wie im Regelfall zu erwarten – eine solche lokale Hirnvolumenminderung jedoch nicht nachgewiesen wird, kann die Entwicklung einer Demenz in den nächsten fünf Jahren mit einer über 90 prozentigen Sicherheit ausgeschlossen werden. Durch Wiederholungsuntersuchungen, im Abstand von ein bis zwei Jahren, kann die Sicherheit noch weiter verbessert werden. Prof. Bamberger, der Direktor des Medizinischen PräventionsCentrums Hamburg, betrachtet das neuartige Untersuchungsverfahren als sinnvolle Erweiterung der bisher angebotenen Ganzkörperdiagnostik: "Immer wieder haben uns unsere Kunden und Patienten die Frage nach ihrem persönlichen Alzheimer-Risiko gestellt. Jetzt können wir ihnen antworten und den meisten von ihnen ein Stück weit die Angst vor dieser Erkrankung nehmen."

Enge Kooperation mit dem UKE
Doch was geschieht im Falle eines auffälligen Befundes? "Selbstverständlich lassen wir unsere Patienten nicht mit einer solchen Verdachtsdiagnose allein", versichert Prof. Bamberger. Sollte der BrainCheck Precision+ einen auffälligen Befund ergeben, kommt die enge Verzahnung des MPCH mit dem UKE zum Tragen, in diesem Fall mit der dortigen Gedächtnissprechstunde. Hier ist man auf eine Früherkennung und Behandlung kognitiver Störungen spezialisiert. Und gerade im Frühstadium von Demenzerkrankungen kann, auch durch Medikamente, einer schnellen Verschlechterung der Hirnleistung entgegengewirkt werden.

Weitere Informationen:
www.mpch.de

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