Demenz im Krankenhaus: Perspektiven der Pflegenden

Die Behandlung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Auch Pflegende sind dabei besonderen Belastungen ausgesetzt und stoßen nicht selten an ihre Grenzen.

Welche Belastungen erleben Pflegende im Krankenhaus bei der Versorgung von demenziell erkrankten Patienten und wie können diese reduziert werden? Wie empfinden Angehörige und Betroffene die Situation im Akutkrankenhaus und wie können sie eingebunden werden? Welche strukturellen und organisatorischen Veränderungen müssen Krankenhäuser zulassen, sogar forcieren, um demenzfreundlicher zu werden? Und gibt es – über Deutschland hinaus – erfolgreiche Konzepte, die Impulse für Veränderungen geben könnten?

Diese Fragen stehen im Zentrum des Symposiums, das sich am 3. Mai von 10 bis 17 Uhr nicht nur an Pflegende richtet, sondern an alle, die an der Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus beteiligt sind. Mit dem Fokus auf die Perspektiven der Pflegenden – unter Einbeziehung von Betroffenen und Angehörigen – werden aktuelles Fachwissen und (inter)nationale Praxisbeispiele vorgestellt. Den Abschluss bildet ein »Welt-Café«, in dem individuelle Erfahrungen und kreative Lösungsvorschläge gesammelt und diskutiert werden – mit dem Ziel, Ansätze und Strategien für eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus aufzuzeigen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Internationalen Studien- und Fortbildungsprogramms Demenz statt, gefördert von der Robert Bosch Stiftung aus Mitteln der Otto und Edith Mühlschlegel Stiftung.

Programm
10.00 Uhr: Begrüßung: Prof. Dr. Elke Donath, Detlef Rüsing, Prof. Dr. Stefan Wirth
10.10 Uhr: Menschen mit Demenz im Krankenhaus – Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?: Dr. Bernadette Klapper
10.30 Uhr: Menschen mit Demenz im Krankenhaus Einführung ins Thema: Detlef Rüsing
10.45 Uhr: Belastungserleben des Pflegepersonals bei der Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus – Ergebnisse einer Studie: Dr. Winfried Teschauer
11.30 Uhr: Versorgung von Patienten mit Demenz – Wie sehen das die Pflegekräfte? Welche Möglichkeiten zur Unterstützung bietet eine Tagesbetreuung für Patienten mit Demenz im Akutkrankenhaus?: Cornelia Plenter
12.15 Uhr: Mittagspause/Imbiss
13.00 Uhr: Menschen mit Demenz im Krankenhaus – Perspektive der Angehörigen: Dr. Wilhelm Stuhlmann
13.45 Uhr: Lebensqualität im Krankenhaus trotz Demenz: Dr. Claudia Zemlin
14.30 Uhr: Pflege von Menschen mit Demenz im Krankenhaus – Ergebnisse einer Hospitation in Australien: Stefan Boy
15.15 Uhr: »Welt-Café«: Demenz im Krankenhaus – Erfahrungsaustausch und Lösungsvorschläge: Moderation: Sabine Rheinhold
16.30 Uhr: Vorstellung und Diskussion der Welt-Café-Ergebnisse, Moderation: Sabine Rheinhold
17.00 Uhr: Verabschiedung
Moderation der Veranstaltung: Prof. Dr. Elke Donath, Detlef Rüsing

Interviews mit den Referenten sind nach Absprache möglich.
Ansprechpartnerin für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Katrin Bernsmann. Die Handynummer können Sie unter 02302/926-805/849 erfragen.

Über uns:
Das Institut g-plus – Zentrum im internationalen Gesundheitswesen gehört zum Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke und arbeitet eng mit dem Dialog- und Transferzentrum Demenz sowie der Mathias Hochschule Rheine zusammen. g-plus wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert und koordiniert Programme, die das Ziel haben, durch fachbezogene Praxis- oder Bildungsaufenthalte im Ausland neue Impulse für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung bzw. der Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz in Deutschland zu setzen.

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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