Dem Schmerz die Bedeutung nehmen

Die älteste Patientin war 86 Jahre alt, die Jüngste 24 Jahre, 71 Frauen und 34 Männer gehörten zu den ersten, die die neuen Therapiemöglichkeiten in Anspruch genommen haben. 71 Patienten sind in den Basisgruppen bereut worden, 34 Senioren in altersgerechten Gruppen. Während sich die Basisgruppen in der Woche täglich treffen, kommen die Seniorengruppen über einen längeren Zeitraum von acht Wochen zweimal wöchentlich zusammen. Etwa 60 Prozent der Patienten haben Rückenschmerzen, weitere Krankheitsbilder waren Kopfschmerzen, Nervenschmerzen und Gelenkschmerzen.

„Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Patienten sehr ernst und versuchen gemeinsam, individuelle Wege aus dem von Schmerz bestimmten Leben zu finden. Dafür bieten wir je nach Interessenslage ein Vielzahl an therapeutischen Konzepten an, so die Arbeit mit Farben, Musik, Klängen, aber auch asiatische Entspannungstechniken wie Qi Gong oder Tai Chi sowie Ergotherapie und Gespräche. Mit großer Begeisterung werden vor allem Holzspielzeuge für die Kinderklinik hergestellt und auch persönlich übergeben. In der Form ist die Greifswalder Einrichtung einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern. Unser Ansatz, dem Schmerz die Bedeutung zu nehmen, andere und neue Schwerpunkte zu setzen und die Lebensqualität schrittweise wieder zu verbessern, geht für die meisten Patienten auf“, zieht Adler nach einem Jahr eine positive Bilanz.
Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an starken chronischen Schmerzen. Im Gegensatz zum akuten Schmerz hat der chronische Schmerz seine sinnvolle Alarmfunktion verloren. Der Schmerz wird zum eigenständigen Krankheitsbild, bei dem neben körperlichen Störungen auch psychische und soziale Veränderungen zu einem hohen Leidensdruck und schwerwiegender Beeinträchtigung im Alltag führen. In Greifswald können sich Patienten an die Schmerzambulanz oder die Schmerztagesklinik wenden. Darüber hinaus verfügt die Universitätsmedizin über Experten in der stationären Schmerztherapie.

Termine und Beratung für Schmerzpatienten – Telefon 03834-86 22 127

Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Direktor: Prof. med. Michael Wendt
Schmerztagesklinik
Leiterin: Dr. med. Stefani Adler
Wollweberstraße 1, 17475 Greifswald
T +49 3834 86-22 127
E sadler@uni-greifswald.de

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