Dem Himmel ganz nah

(djd). Sie erinnern an Mary Poppins oder den Fliegenden Robert aus dem Struwwelpeter: Weitsprungversuche mit einem Sonnenschirm. Die Sonnenschirm-Flug-Weltmeisterschaft am 17. August 2013 lässt diesen Kindheitstraum wahr werden. Am Badesee Trebgast in Oberfranken springen die Teilnehmer mit dem Schirm von einer Plattform aus in das Gewässer, den Weltmeistertitel im Visier. Das Event ist familienfreundlich – ab 14 Uhr beginnt das bunte Rahmenprogramm, ab 17 Uhr sind die Starter in der offenen Klasse dran. Eine Stunde später treten die Mannschaftsspringer an. Nach der Siegerehrung findet am Abend die große After-Schirm-Party mit Luftgitarren-Contest statt.

Nicht wegwehen lassen

Die Veranstalter rechnen mit regem Interesse. Bei der ersten WM im vergangenen Jahr zeigten mehr als 60 Wagemutige ihre Flugkünste. Einige jedoch scheiterten am schlecht gewählten Schirmmodell. Sie gingen vorzeitig baden, wenn die Flugschirme dem Luftwiderstand oder dem Gewicht des Teilnehmers nicht gewachsen waren. Für den Wettkampf ist also ein Modell wichtig, das sich bei Gegenwind und Belastung nicht umwölbt oder zusammenklappt. Vorausschauende Teilnehmer wählen deshalb einen Sonnenschirm mit robusten Spannarmen. Der Mitveranstalter der Flug-WM, der Hersteller May aus Betzenweiler, bietet in seinem Sortiment zum Beispiel den Großschirm „Filius“, dessen Bewegungsachsen mit Bolzen gesteckt sind. Das sorgt für mehr Stabilität und Langlebigkeit und hält das Schirmtuch nicht nur beim Absprung, sondern auch bei Windböen fest gespannt. Die Aluminiumstangen sind dabei leicht genug, um den Schirm nicht sofort abstürzen, sondern gleiten zu lassen. Wer den Rundschirm mit drei Metern Durchmesser wählt, sorgt für aerodynamischen Auftrieb. Die eckigen Modelle wölben sich beim Absprung ebenso schön im Wind, sind jedoch meist wegen ihrer zu großen Spannweite nicht zum Sprung zugelassen. Unter http://www.may-online.com können sich Interessierte vorab über diese und weitere Modelle des Herstellers informieren.

Zuschauen kostet nichts

Wem der Sprung mit dem Schirm selbst zu heikel ist, der kann das Spektakel kostenlos als Zuschauer beobachten. Schaulustige nutzen die Sonnenschirme am besten konventionell, um die Aussicht auf die Springer im Schatten genießen zu können. Die Modellreihe „Rialto“ von May beispielsweise kann in Schirmgruppen arrangiert werden und so weitläufige Flächen vor heißen Sonnenstrahlen schützen. Auch die WM-Teilnehmer ruhen nach ihrem kühnen Sprung unter den Schirmen aus, während ihr Flugmodell in der Sonne trocknet.

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