DEGUM: Mit Ultraschall Volkskrankheiten sicher erkennen

Immer häufiger führen Ärzte bei unklaren Bauchschmerzen als erstes eine Ultraschalluntersuchung durch. "Moderne Ultraschallgeräte machen die Wände von Dünn- und Dickdarm sichtbar. Anhand der Bilder kann ein qualifizierter Arzt das aktuelle Stadium einer Darmerkrankung feststellen. Vielen Patienten bleibt dadurch eine unangenehme Darmspiegelung oder eine Strahlenbelastung durch Röntgen oder Computertomografie erspart", erläutert DEGUM-Präsident Professor Dr. med. Dieter Nürnberg von den Kliniken Neuruppin. Auf dem Monitor seines Ultraschallgeräts sieht der Arzt zum Beispiel krankhafte Ausstülpungen im Dickdarm, "Divertikel" genannt. Ihre Entzündung, die "Divertikulitis", ist ein häufiger Grund für intensive Bauchschmerzen. Divertikel bilden sich meist bei älteren Menschen über 60 Jahren, die sich ballaststoffarm ernähren. Die Ausstülpungen sind häufig mit Kot und Bakterien gefüllt. Entzündete Divertikel können den Darm einengen und einen Darmverschluss auslösen.

Eine frühe Diagnose ist daher entscheidend für die Therapie: "Der Ultraschallbefund ist hierfür oft richtungsweisend", betont Dr. med. Hans Worlicek, Sonografie-Experte vom Facharztzentrum Gastroenterologie in Regensburg. Sie besteht in leichteren Fällen in der Gabe von Antibiotika, in schweren Fällen wird eine Operation notwendig.
Auch bei plötzlichen heftigen Schmerzen im rechten Unterbauch kann eine Ultraschalluntersuchung wegweisend für die Diagnose sein. "Eine akute Blinddarmentzündung wird dadurch mit 90-prozentiger Sicherheit erkannt", so Dr. Worlicek im Vorfeld des Pressegesprächs am 3. Februar 2010: "Komplikationen wie Abszesse, Fisteln und Engstellen des Darmes können mit einer Häufigkeit von 70 bis 90 Prozent nachgewiesen werden."

Terminhinweis:
Pressegespräch der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
Ultraschall in der Diagnostik von Darmerkrankungen
Termin: Mittwoch, 3. Februar 2010, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum I + II
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

+++++++++++++++++++++++++++++++

Programm

Pressegespräch der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin

Diagnostik von Magen-/Darmerkrankungen: Wie können Divertikel, Blinddarmentzündungen und andere Darmerkrankungen frühzeitig erkannt werden?

Termin: Mittwoch, den 3. Februar 2010, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum I + II
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

Themen

Darmdiagnostik mittels Ultraschall: Was kann die ambulante Darmdiagnostik in der Praxis leisten?

Schneller Blick in den Dünndarm: Wie erleichtert Ultraschall die Diagnose von Divertikeln, Blinddarmentzündung, Morbus Crohn und Co.?

Rektumkarzinom: Wie hilft der Ultraschall, über die Wahl der Therapie zu entscheiden?

Von der Darmtuberkulose bis zur zystischen Fibrose: Welche Rolle spielt der Ultraschall bei der Erkennung seltener entzündlicher Darmerkrankungen?

Referenten

Professor Dr. med. Dieter Nürnberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM), Chefarzt, Medizinische Klinik B / Schwerpunkt Gastroenterologie, Ruppiner Kliniken GmbH, Neuruppin

Dr. med. Hans Worlicek, Facharztzentrum Regensburg – Gastroenterologie, Regensburg

Dr. med. Eike Burmester, leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik I,
Sana Krankenhaus Süd, Lübeck

Professor Dr. med. Christoph F. Dietrich, Chefarzt, Medizinische Klinik II,
Caritas-Krankenhaus, Bad Mergentheim

Ihr Pressekontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für
Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Anna Voormann
Julia Hommrich
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-423
Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org
(idw, 01/2010)

Scroll to Top