DEGAM-Kongress: Polypharmakotherapie im Spannungsfeld zwischen Klinik und Hausarzt

Der Jahreskongress der DEGAM ist das wichtigste wissenschaftliche Forum der deutschen Allgemeinmedizin. Die zahlreichen wissenschaftlichen Vorträge und Posterpräsentationen zu verschiedensten Themen der Allgemeinmedizin spiegeln die ganze Vielfalt allgemeinärztlichen Denkens und Handelns wieder. Der diesjährige Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) findet in Kooperation mit dem Forum Medizin 21, der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) und der Südtiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SÜGAM) statt und ist somit Ausdruck der gemeinsamen Interessen der Allgemeinmedizin im deutschsprachigen Raum.

Die Rolle des Hausarztes gilt es im Hinblick auf eine älter werdende Bevölkerung und der damit einhergehenden Zunahme von chronischen Krankheiten, Multimorbidität und damit Polypharmakotherapie sowie deren Folgen zu diskutieren. Zahlreiche Beiträge widmen sich diesen Zukunftsthemen aus inhaltlicher und/oder organisationstheoretischer Sicht. Nach der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagnachmittag findet unter Beteiligung des österreichischen Bundesministers für Gesundheit Stöger zunächst eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wissenschaft trifft Politik – Zukunft der hausärztlichen Versorgung in Österreich und Deutschland“ statt.

Highlights werden auch in diesem Jahr durch die Beteiligung international renommierter Wissenschaftler gesetzt, die den Kongress um die internationale Perspektive bereichern. Der Internist und Geriater Doron Garfinkel aus Israel wird am Freitag eine Keynote-Lecture zum Thema „Customizing Drug Therapy for the Elderly – Combining Ethics, Evidence Based Medicine, and the Art of Medicine“ halten. Die zweite Keynote-Lecture zum Thema Patientensicherheit kommt von Aneez Esmail aus Manchester, UK. Am Samstag referiert dann André Knottnerus aus den Niederlanden über das Kongressthema „Multimorbidität und Polypharmazie“.

Der Kongress spricht in gleichem Maße alle an der primären Gesundheitsversorgung der Bevölkerung beteiligten Akteure an – nicht nur Mediziner. Erwartet werden über 400 Teilnehmer. Wichtige Inhalte sind neben der Förderung des allgemeinmedizinischen wissenschaftlichen Nachwuchses auch der Austausch zwischen erfahrenen Teilnehmern und jungen Kollegen.

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