Das vernetzte Eigenheim

(djd). Das „ferngesteuerte Haus“ ist längst keine Zukunftsvision mehr. Mit Photovoltaik oder anderen erneuerbaren Energien, kontrollierten Lüftungsanlagen und in absehbarer Zukunft auch mit Elektrogeräten, die mit den „Smart Grids“ – den intelligenten Stromverteilungsnetzen der Zukunft – kommunizieren, wird das Eigenheim zu einem vernetzten und immer cleverer ausgestatteten Organismus. Motorisierte Rollläden und Sonnenschutzsysteme, Alarmanlagen und Beleuchtungssteuerungen tun ein Übriges, um das Wohnen und Leben in den eigenen vier Wänden komfortabler, sicherer und energieeffizienter zu machen.

Vernetzte Systeme verbessern die Energiebilanz

Damit alle Komponenten im Haus optimal aufeinander abgestimmt funktionieren, sind intelligente Steuersysteme wie beispielsweise „io-homecontrol“ von Somfy gefragt. Auf Funkbasis, also ohne Kabelverbindungen, werden die einzelnen Funktionen wie Licht, Rollläden, Jalousien, Dachfenster, Alarmanlagen oder zusätzliche Verschattungssysteme vernetzt. Damit lässt sich unter anderem Energie sparen, indem beispielsweise die Rollläden im Winter bei Einbruch der Dunkelheit herunterfahren und den Wärmeschutz am Fenster verbessern. Tagsüber dagegen können sie in der kalten Jahreszeit das Sonnenlicht in die Räume fallen und so zur Erwärmung beitragen lassen. Im Sommer sorgen Verschattungen, die per Zeitsteuerung oder über Licht und Wettersensoren geöffnet und geschlossen werden, für angenehm kühle Räume, auch wenn niemand zu Hause ist, um die Komponenten zu bedienen.

Kabellose Funkverbindung

Die kabellose Funkverbindung des Systems macht die Installation besonders einfach und damit auch im Altbau für eine Nachrüstung sehr gut geeignet. Zudem können auch nachträglich weitere Komponenten ohne weiteres installiert werden. Zukunftssicher sind offene Systeme, die auch Komponenten anderer Hersteller einbinden können. So behält der Kunde die Wahlfreiheit für weitere Funktionen, die er vielleicht im Laufe der Jahre nachinstallieren möchte.

Nutzerfreundliche Programmierung und Internet-Schnittstelle

„Der Nutzer darf sich nicht von der Technik gegängelt fühlen“, erläutert Michael Krödel, Professor für Gebäudeautomation, Gebäudetechnik und Datenverarbeitung an der Hochschule Rosenheim. Sie muss laut Krödel „intuitiv vollzogen werden können, ohne Einweisungen, die ohnehin schnell wieder vergessen werden“. Mit seiner Nutzeroberfläche „TaHoma“ hat Somfy versucht, diesen Anspruch konsequent umzusetzen. Selbsterklärende Symbole führen den Nutzer ohne lange Bedienungsanleitungen durchs Menü, auch die Programmierung erfordert keine Vorkenntnisse. Als Pad-Version ermöglicht die Software die Programmierung und Bedienung per Fernbedienung oder Touchscreen. Die Connect-Version erlaubt es zusätzlich, das gesamte System auch von außerhalb über eine Internet-Schnittstelle jederzeit zu erreichen, zu überwachen und zu steuern. Mehr über Systeme und Komponenten zur Hausautomation finden interessierte Hausbesitzer unter http://www.somfy-tahoma.de und http://www.somfy.de/io-homecontrol im Internet.

INFOKASTEN

Datensicherheit in der Hausautomation

(djd). Wer sein Haus übers Internet „fernsteuert“, der ist nicht erpicht darauf, dass Unbefugte Zugriff auf seine Informationen über Hausautomations- und Sicherheitssysteme bekommen. Nach Angaben von Sebastian Schreiber, Geschäftsführer des IT-Security-Spezialisten SySS GmbH aus Tübingen, läuft jedoch bei manchen Anbietern die Kommunikation in Klartext, sogar Passwörter werden innerhalb der URL übertragen. Um diese Daten abzufangen, muss man kein sonderlich versierter Hacker sein. Im Auftrag des Herstellers Somfy hat Schreiber auch „io-homecontrol“ als Gesamtlösung unter die Lupe genommen. Sein Urteil: „Dabei handelt es sich insgesamt um ein sehr sicheres System.“ An einigen Ecken hätten sich seine Mitarbeiter die Zähne ausgebissen. „Es waren also sehr gute Softwareentwickler am Werk“, so Schreiber.

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