Das Kraftwerk im Keller

(djd). Die Energiepreise steigen rapide – und mit ihnen das Interesse der Bürger an alternativen, dezentralen Formen der Energieerzeugung. Diese Alternativen gibt es längst: kühlschrankgroße Kraftwerke für den Keller. Die Mini-Blockheizkraftwerke wandeln Gas in klimafreundliche Wärme um und erzeugen dabei umweltfreundlichen Strom. Deutschland als Land der Kraftwerksbetreiber? Warum nicht: 76 Prozent der Bürger können sich vorstellen, Strom in Zukunft zuhause zu generieren. Nur elf Prozent haben darüber noch nie nachgedacht. Das ergab eine repräsentative YouGov-Online-Umfrage für den Ökostrom-Anbieter LichtBlick.

Kosteneinsparung als größte Motivation

43 Prozent der Befragten versprechen sich vom Mini-Kraftwerk geringere Energiekosten, 40 Prozent erhoffen sich mehr Unabhängigkeit vom Energiemarkt. Für ein Drittel sind Umwelt- und Klimaschutz eine wichtige Motivation. Die Entwicklung zur dezentralen Energiewelt steht noch am Anfang. Bisher erzeugen erst sechs Prozent der Bundesbürger ihren Strom selbst – vor allem mit Photovoltaik-Anlagen, aber auch immer mehr mit Blockheizkraftwerken. 23 Prozent fürchten derzeit jedoch die hohen Investitionskosten.

LichtBlick hat mit dem „SchwarmDirigenten“ eine Plattform für die wirtschaftliche Optimierung und Vernetzung kleiner Energieanlagen entwickelt. „Die Software ermittelt anhand von Markt- und Verbrauchsdaten, wo der Strom die höchsten Einnahmen einspielt. Wahlweise kann er an der Börse vermarktet, dem Netzbetreiber als Regelenergie verkauft oder im eigenen Haus verbraucht werden“, erläutert Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick. So könne der Kunde mit seinem Kraftwerk Geld verdienen.

Dezentraler Strom auch für Mieter

Mieter können die in ihrem Wohngebäude erzeugte Energie derzeit meist noch nicht nutzen. „Auch hier bieten wir künftig eine Lösung an: Vermieter können den Strom aus ihren ZuhauseKraftwerken oder Photovoltaikanlagen gemeinsam mit uns zu einem besonders günstigen Ökostrom-Produkt für Mieter bündeln“, erklärt Gero Lücking.

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