Das Innviertel öffnet seine Braukeller

(djd). Die Erhaltung der Artenvielfalt hat im österreichischen Innviertel oberste Priorität. Mit Artenvielfalt ist nicht nur die abwechslungsreiche Flora und Fauna dieser ursprünglichen Landschaft gemeint, sondern auch das vielfältige Angebot der hier gebrauten Biersorten. Diesen Reichtum wollen Brauer, Wirte und Tourismusbetriebe jetzt als Gesamtpaket vorstellen und haben sich daher zur „Bierregion Innviertel“ zusammengeschlossen (http://www.innviertelbier.at). 34 Wirte rund um die Städte Ried, Altheim und Schärding präsentieren sich als Biersommeliers und können dabei aus einem reichhaltigen Angebot schöpfen. Die vielen Spezial-Biersorten auf ihren Getränkekarten stammen von sieben regionalen Brauereien, die ausschließlich in privater Hand sind.

Schwarz schimmerndes Trappistenbier

Ein bei Bierkennern äußerst begehrtes Produkt ist etwa das „Gregorius“ aus der Trappistenbrauerei Engelszell. Es schmeckt im Antrunk leicht nach Kaffee und Kakao und hat eine kastanienbraune Farbe. Das Trappistenbier ist nur eines von vielen Aushängeschildern dieser „bierigen“ Region, die mit mehr als 60 weiteren unterschiedlichen Biersorten aufwartet. Hier kann man den Gerstensaft etwa ganz wie früher „naturtrüb“ genießen. Die gleichnamige Spezialität der Innviertler Privatbrauerei Schnaitl knüpft an alte Brautraditionen vor der Erfindung der Filtration an. Kennenlernen kann man sie bei einer Führung im Lagerkeller der Privatbrauerei.

Auch den Braumeistern der anderen Betriebe darf man bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen. Etwa in der Schärdinger Brauerei Baumgartner mit ihrer ersten und weltweit einzigartigen „Bierapotheke“: einem Gastlokal mit direktem Blick in die Flaschenabfüllhalle. Etwas Besonderes bietet auch die Braunauer Brauerei Bogner: Sie ist eine der kleinsten Weißbierbrauereien der Welt. Die Spezialitäten-Brauerei Vitzthum in Uttendorf öffnet ihre Kellertüren ebenfalls für Bierkultur-Reisende. Viel Spannendes über das Bierbrauen verrät auch Franz-Claus Wurmhöringer, Österreichs jüngster Braumeister und Juniorchef der Wurmhöringer-Brauerei in Altheim. Eine Führung in der Brauerei Ried, wo das „Rieder UrEcht“ und das „Rieder Märzen“ entstehen, lohnt ebenfalls.

Kochkunst, passend zum Braukessel

In der Rieder Brauerei und vielen anderen Braugasthöfen kann man nicht nur den für diese Region typischen Gerstensaft, sondern auch Innviertler „Biergerichte“ kennenlernen: etwa Brauherrnweckerl mit Schweinebraten, Kesselheiße (ganz frisch gebrühte Würste) oder Brauherrngulasch, eine Kombination aus Gulasch, Frankfurter Würstchen und Spiegelei. Viele nicht direkt an die Brauereien angeschlossene Wirte stehen ebenfalls ganz im Zeichen der Bierkulinarik und führen auf ihrer Karte eine breite Palette an Innviertler Spezialitäten.

Das Innviertel ist übrigens nicht nur bei Bierfans, sondern auch bei Wanderfreunden beliebt. Die sanfte Hügellandschaft gilt zudem als Geheimtipp unter Radlern und Mountainbikern. Wer es besonders rasant mag, kann hier auf der Erlebnisschanze „Skiflyer“ 200 Meter auf einem gesicherten Stahlseil durch die Lüfte sausen. Auch Shopping kommt im Innviertel nicht zu kurz. Viele traditionelle Fach- und Handwerksbetriebe gibt es etwa in der Einkaufsstadt Ried und der Barockstadt Schärding.

Kurztext:

Auf den Spuren der Innviertler Bierkultur

(djd). Das österreichische Innviertel steht für Brautradition und Bierkultur. Genussurlauber finden hier eine große Auswahl an regionalen Brauereien, die Führungen durch ihre privat geleiteten Betriebe anbieten. Der Gerstensaft hat auch in den Wirtshäusern der Region, die sich gemeinsam mit Brauern und Tourismusbetrieben zur „Bierregion Innviertel“ zusammengeschlossen haben, einen besonderen Stellenwert. Mehr als 60 verschiedene Sorten können hier oder in den Brauereien selbst verkostet werden (Informationen unter http://www.innviertelbier.at). Dazu passend gibt es jede Menge kulinarische Spezialitäten, die mit den süffigen Bieren des Innviertels sehr gut harmonieren.

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