Das Heidelberger Kinderherzzentrum ist nun komplett unter einem Dach

Das Kinderherzzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg ist unter einem Dach. Mit der großzügigen Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung in Höhe von 3 Millionen Euro – die Gesamtkosten betragen 5,7 Millionen Euro – stehen moderne Räumlichkeiten mit einer innovativen Ausstattung für die Behandlung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern und schweren Herzerkrankungen zur Verfügung. Dazu gehören ein neuer Operationssaal und ein Herzkatheterlabor.

„Wir freuen uns, dass die Dietmar Hopp Stiftung damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung dieser Kinder leisten konnte“, erklärte Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung, bei einer Pressekonferenz am 27. November 2013 anlässlich der Inbetriebnahme des neuen Kinderherz-Operationssaals. „Die gemeinsame Betreuung durch Kinderärzte und Chirurgen unter einem Dach ist für das Universitätsklinikum ein Meilenstein“, sagte Professor Dr. Matthias Karck, Stellvertretender Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg und Ärztlicher Direktor der Klinik für Herzchirurgie.

Kinder mit Herzfehlern werden seit 50 Jahren in Heidelberg versorgt

Kinder mit angeborenen Herzfehlern und anderen Herzerkrankungen werden seit 50 Jahren am Universitätsklinikum Heidelberg betreut – bislang an zwei getrennten Orten: In der Herzchirurgischen Abteilung der Chirurgischen Klinik und in der Kinderklinik. Die Kinder wurden für die Eingriffe in die Chirurgische Klinik gebracht und wurden dann wieder in die einige hundert Meter entfernte Kinderklinik zurückverlegt.

„Die Einrichtung von OP-Sälen in der neuen benachbarten Frauen- und Hautklinik, die direkt an die Kinderklinik anschließt, hat es möglich gemacht, dass einer der sechs neuen OP-Säle speziell für die Kinderherzchirurgie zur Verfügung steht“, sagte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. Ein zweiter OP-Saal, der von der Hautklinik genutzt wird, ist identisch ausgestattet. Die Kinder-Intensivstation und das Kinder-Herzkatheterlabor, das bereits im Dezember 2011 in Betrieb gegangen ist, sind in unmittelbarer Nachbarschaft.

Herzfehler gehören zu den häufigsten angeborenen Erkrankungen; in Deutschland sind rund 300.000 Menschen betroffen. Nicht alle müssen operiert werden, doch ein Teil der Kinder ist so schwer erkrankt, dass sie ohne eine Operation in den ersten Lebens-Tagen, -Wochen oder -Monaten nicht überleben können.

Mehr als 300 kinderherzchirurgische Operationen im Jahr

In Heidelberg werden jährlich rund 4.500 herzkranke Kinder behandelt, rund 900 davon stationär. „Die Zahl der Kinder mit sehr schweren Erkrankungen, die wir in Heidelberg betreuen, hat in den vergangenen Jahren sehr zugenommen“, berichtete PD Dr. Raoul Arnold, Leitender Oberarzt der Abteilung Kinderkardiologie/Angeborene Herzfehler. 2012 wurden insgesamt 300 kinderherzchirurgische Operationen durchgeführt und 386 Herzkatheteruntersuchungen, davon 146 Katheterinterventionen (Verschluss von Defekten etc.). Indikation für Eingriffe am Herzen sind beispielsweise Defekte in der Herzscheidewand, komplexe angeborene Fehlbildungen des Herzens und der großen Blutgefäße.

„Die Operationen an den kleinen Patienten sind sehr anspruchsvoll. Sie brauchen ein gut eingespieltes Team aus Chirurg, Anästhesist, OP-Pflege und Kardiotechnikern, die die Herz-Lungen-Maschine bedienen, und eine sehr gute technische Ausstattung, die der neue OP optimal bietet“, sagte Professor Dr. Matthias Karck. Die Sektion Kinderherzchirurgie wird von Dr. Christian Sebening geleitet. So wie der Leiter der Sektion besitzt auch Oberarzt PD Dr. Tsvetomir Loukanov das nationale Zertifikat Kinderherzchirurgie.

Auch Zentrum für die Betreuung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)

Nicht nur die ganz kleinen Patienten profitieren von der neuen Ausstattung des Kinderherzzentrums und der engen Zusammenarbeit der Kardiologen und Chirurgen: Das Heidelberger Herzzentrum ist eines der zertifizierten überregionalen Zentren in Deutschland, das umfangreiche Erfahrung in der Betreuung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) hat. Durch die optimale Betreuung der Kinder erreichen heute immer mehr Patienten das Erwachsenenalter. In ausgewiesenen EMAH-Zentren werden sie gemeinsam von Ärzten der Kinderkardiologie und der Erwachsenenkardiologie sowie spezialisierten Chirurgen betreut.

Weitere Bilder hier:
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=135999

Informationen im Internet:
Dietmar Hopp Stiftung:

Herzzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen-im-Herzzentrum-Heidelberg.111232.0.html

Pressemappe: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Kinderherz-OP.135998.0.html

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 330 Millionen Euro ausgeschüttet. Gefördert werden gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Um kraftvoll und nachhaltig Nutzen in den vier Förderbereichen zu stiften, verwirklicht die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke ferner durch gezielte Förderaktionen. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

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Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

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157 / 2013

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