Das Glück abonniert

(djd). Kann man Glück erlernen? Unzählige Bücher beschäftigen sich mit dieser Frage, Motivationstrainer bieten dazu Seminare an, und die ARD widmet dem Thema vom 16. bis 22. November 2013 sogar eine komplette Themenwoche. Die Bundesbürger jedenfalls scheinen ihre Lektion gelernt zu haben – oder werden vom Zufallsprinzip Glück einfach besonders gut bedacht. Diesen Schluss legt jedenfalls eine aktuelle Auswertung der Lotterie „Eurojackpot“ nahe: In 14 europäischen Ländern wird mitgespielt, doch seit dem Start im März 2012 ging fast jeder zweite Hauptgewinn nach Deutschland – genau 66 der bislang 134 Großgewinne von mindestens 100.000 Euro.

Auch die Beträge spiegeln den Glückstrend wider: Rund 60 Prozent der Summe an Großgewinnen sind seit dem Start der Lotterie nach Deutschland ausgezahlt worden – entgegen jeder Wahrscheinlichkeitsrechnung. Mit Blick auf die Bevölkerungszahlen in den teilnehmenden Ländern wären hierzulande lediglich 30 Prozent zu erwarten gewesen. „Bei der regelmäßigen Veröffentlichung der Gewinner hatten wir das Gefühl, dass Deutschland sehr häufig dabei ist. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und nun vom Ergebnis selbst überrascht“, sagt Axel Weber, Sprecher von WestLotto. Hier wird die „Eurojackpot“-Lotterie koordiniert.

Das Glück schert sich also offenbar nicht um Wahrscheinlichkeiten. Dazu passt eine weitere Auffälligkeit. Von den vier bislang größten Jackpot-Gewinnen gingen ebenfalls gleich drei nach Deutschland: Der bisher größte in Höhe von 46 Millionen Euro, der zweitgrößte in Höhe von 42 Millionen und der viertgrößte mit rund 28 Millionen Euro. Die aktuelle Auswertung macht auch deutlich, welche Nationen gegen jede Statistik zu kurz gekommen sind. Am wenigsten Glück hatten bisher die Niederlande, Kroatien, Litauen und Island.

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