„Das geht ja gar nicht …“

(djd). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verbringt ein deutscher Durchschnittsarbeitnehmer mit Vollzeitjob alljährlich 1.676 Stunden im Büro. Mit den lieben Kollegen sind viele Arbeitnehmer also Jahr für Jahr annähernd so lange zusammen wie mit dem Ehe- oder Lebenspartner oder den eigenen Kindern. Entsprechend wichtig für die eigene Zufriedenheit ist ein konstruktives und rücksichtsvolles Miteinander mit den Kollegen. Jeder sollte ungefähr wissen, was er sich erlauben darf und was nicht. Eine im Auftrag der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG durchgeführte forsa-Umfrage zeigte, was die Deutschen für modische „No-Gos“ im Büro halten.

Nicht zu sexy ins Büro

Bei der großen Mehrheit der Befragten ist bei Frauen ein Outfit, das zu „sexy“ ist, verpönt. Insgesamt empfinden 66 Prozent einen sehr tiefen Ausschnitt als unpassend, 63 Prozent stört ein zu kurzer Rock. Dabei geben deutlich mehr Frauen als Männer an, dies passe nicht ins Büro (kurzer Rock: 70 zu 58 Prozent, tiefer Ausschnitt: 73 zu 61 Prozent). Die Hälfte aller Befragten findet zudem, dass Frauen im Büro nicht übermäßig viel Schmuck tragen sollten.

Männer sollten sich dagegen am besten nicht mit kurzen Hosen im Büro blicken lassen, genau drei Viertel aller Befragten halten das für eine modische Sünde. 61 Prozent der Umfrageteilnehmer stufen Motivkrawatten als modischen Fauxpas bei den Herren ein, Sandalen werden von 57 Prozent als unpassend empfunden.

Negative Folgen fürs Betriebsklima

„Unangemessene Kleidung oder ein auf andere Weise störendes Verhalten im Büro haben in der Regel zwar nicht gleich arbeitsrechtliche Maßnahmen zur Folge. Allerdings können sie das Betriebsklima erheblich belasten und ein unbeschwertes Arbeitsverhältnis gefährden“, erläutert Irvin Stahl, Roland-Partneranwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Düsseldorf. Wer als Betroffener mit einer entsprechenden Situation konfrontiert sei, sollte sich, so Stahl, gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen. So ließen sich Konflikte häufig vermeiden und mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen besser abschätzen.

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