Das Auto hat bei Berufspendlern die Nase vorn

(djd). Mit dem Fahrrad ins Büro: Das ist zwar gesund und umweltfreundlich, bildet aber hierzulande noch immer die Ausnahme. Die meisten Berufstätigen wählen stattdessen das eigene Auto, um zur Arbeit zu gelangen. In der Regel haben sie dabei nur kurze bis mittlere Strecken zurückzulegen: Die Mehrheit der Bundesbürger benötigt weniger als eine halbe Stunde und fährt weniger als 20 Kilometer. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung, die im Rahmen der Aral Kaffee-Studie durchgeführt wurde. Dabei wurden 1.000 Teilnehmer zu ihren Gewohnheiten im Berufsverkehr befragt.

Nur knapp jeder Vierte nutzt Bus oder Bahn

Der eigene Wagen ist das mit Abstand wichtigste Transportmittel auf dem Weg zur Arbeit. 64 Prozent aller Befragten nutzen ausschließlich das eigene Auto. Weitere 13 Prozent legen die berufsbedingten Fahrten zumindest gelegentlich im Auto eines Kollegen oder als Fahrgemeinschaft zurück. Nur ein knappes Viertel (23 Prozent) setzt auf den öffentlichen Personennahverkehr, geht zu Fuß oder radelt zur Arbeit. Im Regionalvergleich kommen die Autoliebhaber vor allem aus Bayern (69 Prozent), während in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern nur 56 Prozent den eigenen Pkw nutzen. Besonders ausgeprägt ist die Vorliebe für das eigene Auto zudem in der Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen: Von ihnen sitzen 73 Prozent täglich im eigenen Wagen.

Nur wenige Langstreckenpendler

Pendler, die tagtäglich weite Wege in Kauf nehmen, bilden die Ausnahme. Zwei von drei Befragten benötigen bis zur Arbeit höchstens 20 Kilometer. Echte Langstreckenpendler sind eine Seltenheit, nur sieben Prozent gaben an, täglich mehr als 50 Kilometer zu fahren. Dabei sind die regionalen Unterschiede sehr deutlich ausgeprägt: Im Flächenland Bayern legt immerhin jeder Zehnte 50 Kilometer oder mehr auf dem Weg zur Arbeit oder in den Feierabend zurück, in Nordrhein-Westfalen ist es nur jeder 25. Befragte. Die Fahrtdauer beträgt bei 74 Prozent der Befragten 30 Minuten oder weniger, und nur vier Prozent benötigen mehr als eine Stunde zum Arbeitsort.

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