Dämmen – nicht um jeden Preis

(djd). Die Dämmung von Wohngebäuden ist ein wichtiger Baustein, um auf dem Weg zur Energiewende zügig voranzukommen. Denn neben dem Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien aus Sonne und Wind liegen in der Einsparung von Energie die größten Potenziale, um das Klima zu entlasten. Nach Aussagen der Deutschen Energie-Agentur (dena) könnten viele ältere Immobilien bis zu 80 Prozent ihres Heizenergieverbrauchs einsparen, wenn sie konsequent auf den technisch möglichen Stand modernisiert würden. Der Anteil von Gebäuden am Gesamtenergieverbrauch Deutschlands liegt bei um die 30 Prozent – die Einsparmöglichkeiten sind daher nicht zu unterschätzen.

Dämmung ganzheitlich betrachten

Ob Dämmen um jeden Preis der richtige Weg ist, daran zweifeln immer mehr Experten und Bauherren. Spätestens seit einer Reportagesendung aus der Sendereihe „45 Minuten“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR) macht das Schlagwort vom „Wahnsinn Wärmedämmung“ die Runde. Denn entscheidend für eine nachhaltige Gesamtbilanz ist nicht alleine der Dämmwert. Auch Aspekte der Wohngesundheit, der Feuchteregulierung im Gebäude, des Ressourcenverbrauchs für die Herstellung und der Entsorgung bei einem Ausbau zum Ende der Nutzungszeit spielen eine wichtige Rolle, wenn nachhaltig und gesund gedämmt werden soll.

Wohngesund und nachwachsend: Pflanzenfasern aus Hanf

Für Bauherren oder sanierungswillige Besitzer eines älteren Hauses können Dämmstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe eine interessante Alternative darstellen. Dazu zählt zum Beispiel Thermo-Hanf, der sowohl in puncto Wohngesundheit und Baubiologie als auch bei der Gesamt-Ökobilanz sehr gut abschneidet. Durch ihre pflanzliche Struktur kann die Naturdämmung Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, in ihren feinen Kapillargefäßen speichern und später wieder abgeben, wenn die Luft trockener ist. Dadurch sinkt die Gefahr, dass sich bei hoher Luftfeuchtigkeit Tauwasser bildet, was Schimmel und Bauschäden durch Feuchtigkeit wirkungsvoll vorbeugt. Mehr Informationen über die baubiologischen Eigenschaften und die Verarbeitung des Hanf-Dämmstoffs gibt es unter http://www.thermo-hanf.de im Internet.

Klimabilanz ist vom ersten Tag an positiv

Grundsätzlich sparen alle Dämmstoffe über die Zeit ihres Gebrauchs in einem Bauwerk Energie ein. Synthetische Materialien müssen aber zunächst eine ganze Weile im Einsatz sein, bevor die Energieeinsparungen im Haus den CO2-Ausstoß und den Ressourcenverbrauch für ihre Herstellung kompensieren. Die Ökobilanz von Thermo-Hanf ist dagegen vom ersten Tag an positiv. Denn die Pflanzen verursachen während ihres Wachstums keine Emissionen, sondern binden sogar Kohlendioxid aus der Luft und geben dafür Sauerstoff ab. Das Speicherpotenzial ist größer als die gesamte CO2-Belastung, die sich aus dem Aufwand für die Herstellung von Thermo-Hanf von der Einsaat beim Landwirt bis zur Verladung für den Transport zum Kunden summiert.

Natürlicher Kreislauf von der Aussaat bis zur Entsorgung

Hanfpflanzen sind zudem sehr robust, gedeihen ohne Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger und lassen sich auch auf sehr kargen und für anspruchsvolle Pflanzen weniger geeigneten Böden anbauen. Sie tragen zur Bodenverbesserung bei und geraten kaum in Konkurrenz zu Pflanzen, die der Ernährung dienen. Auch in Fruchtwechsel können sie angebaut werden. Hanfdämmungen sind am Ende ihrer Nutzungszeit, wenn sie zurückgebaut werden, problemlos zu entsorgen. Während etwa Mineralwolle-Dämmungen als Sondermüll gelten und daher teuer entsorgt werden müssen und Deponien für lange Zeit belasten, sind die pflanzlichen Dämmungen einfach verrottbar und können damit in den Kreislauf der Natur zurückgeführt werden.

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