Curie-Cancer und Biolog-id unterzeichnen einen Partnerschaftsvertrag

Beide Einrichtungen kündigten die Bündelung ihrer Kenntnisse bei der Entwicklung einer für die Rückverfolgbarkeit von Chemotherapie-Beuteln geeigneten RFID-Lösung [1] an. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Chemotherapie-Präparate in jeder Phase, von der zentralisierten Vorbereitung in der Apotheke bis hin zur Verabreichung an die Patienten, lückenlos zurückverfolgen zu können.

Aufgrund seiner Erfahrungen im Bereich der Rückverfolgbarkeit von Blutbeuteln will Biolog-id sein Know-how in die Überwachung und Rückverfolgbarkeit von Chemotherapie-Beuteln einbringen. In Frankreich handelt es sich dabei um etwa 5,5 Millionen Einheiten. Diese Innovation wäre ein technologischer Durchbruch, da jedes Präparat mit einem Etikett versehen würde, in das ein Speicherchip integriert ist. Die automatische Kodierung des Chips erfolgt bei den einzelnen Etappen (Vorbereitung, Transport, Verwaltung). Jedes Präparat wird auf diese Weise „intelligent“ und kann zusätzliche Informationen wie Medikamentendosis, Identität des Patienten, Fertigungs- und Kontrollstufen, Transportwege usw. speichern. Durch die Gewährleistung einer umfassenden Rückverfolgbarkeit aller „Einzeldosen“-Präparate mit namentlicher Abgabe (parenterale Ernährung, Dialyse-Beutel, andere Injektionen etc.) soll dieses Konzept mittelfristig auch die Versorgungssicherheit erhöhen.

„Wir waren sofort an dieser Idee interessiert“, bekannten Marion Lafay-Bourquin, Apothekerin, und Christian Magne, leitender Angestellter der pharmazeutischen Abteilung. „Diese Technologie verspricht mittelfristig die Rückverfolgbarkeit der an den verschiedenen Krankenhaus-Standorten des Institut Curie verwendeten Präparate.“

Dieses Projekt, an dem etwa 15 Mitarbeiter beteiligt sind, zielt zunächst – in Übereinstimmung mit dem medizinischen Personal – auf die Festlegung eines Kriterienkatalogs zur von Biolog-id vorgeschlagenen Rückverfolgbarkeits-Lösung ab. In einem nächsten Schritt wird die Lösung parallel zum bereits bestehenden System getestet. Biolog-ids Ziel ist es, die am Institut Curie umgesetzte Pilotlösung freizugeben und sie anschließend anderen interessierten Einrichtungen in Frankreich und im Ausland anzubieten.

[1] RFID – radio-frequency identification – Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen und erleichtert damit erheblich die Erfassung von Daten.

Kontakt:
– Jean-Claude Mongrenier – Biolog-id – E-Mail:

Quelle: Pressemitteilung des Institut Curie – 05.06.2013 –

Redakteur: Louis Thibault,

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