Chirurgen tagen zu aktuellen Themen der Intensivmedizin

Bochum, 01. September 2010. Unter dem Motto „Minimal invasive Intensivmedizin – Weniger ist mehr“ steht die 28. Jahrestagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Intensiv- und Notfallmedizin. Sie findet statt vom 24. bis zum 25. September 2010 am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum. Experten aus ganz Deutschland referieren hier über aktuelle Fragestellungen, Erkenntnisse und neue Methoden in der Intensivmedizin.

„In der intensivmedizinischen Betreuung von schwerkranken Patienten haben wir Mediziner zwar heutzutage mehr Instrumente zur Verfügung als jemals zuvor, aber gerade deshalb gilt es, mit viel Augenmaß die geeigneten Maßnahmen anzuwenden“, erklärt Dr. Justyna Swol, Oberärztin der Chirurgischen Intensivstation des Bergmannsheil, die die Tagung mitorganisiert. So gewährleiste nicht jede Maßnahme zur Überwachung von bestimmten Körperfunktionen generell einen besseren Heilungserfolg. „Deshalb müssen wir als Mediziner sehr genau abwägen: Was bringt beispielsweise ein Katheter oder eine Sonde einem Patienten wirklich und welche Risiken stehen dem vermeintlichen Nutzen gegenüber?“

Chirurgische Intensivmedizin als Schnittstelle vieler Disziplinen

Auf der Bochumer Tagung werden verschiedene Aspekte des Einsatzes intensivmedizinischer Maßnahmen in Fachreferaten und Workshops thematisiert. Die besondere Schnittstellenfunktion der chirurgischen Intensivmedizin spielt dabei ebenso eine Rolle wie Behandlungsstrategien in der Septischen Chirurgie und bei Patienten mit Verletzungen des Bauchraumes und der Lunge. Dabei stehen insbesondere Beatmungstherapien und Überwachungsmaßnahmen von Organfunktionen im Fokus. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Fragestellungen, die sich mit ethischen Problemen der Intensivmedizin auseinandersetzen. Das Veranstaltungsprogramm steht im Internet unter der Adresse <www.conventus.de/cain2010> zum Herunterladen bereit. Dort sind auch die Anmeldemodalitäten einsehbar.

Die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Intensiv- und Notfallmedizin der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie veranstaltet einmal im Jahr an wechselnden Orten ihren Fachkongress. Die Veranstaltung richtet sich an ärztliches Fachpersonal und Medizinstudenten im fortgeschrittenen Semester.

Über das Bergmannsheil

Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum – repräsentiert den Strukturwandel im Ruhrgebiet wie kein anderes Krankenhaus: 1890 als erste Unfallklinik der Welt zur Versorgung von verunglückten Bergleuten gegründet, zählt es heute zu den modernsten und leistungsfähigsten Akutkliniken der Maximalversorgung. In 22 Kliniken und Fachabteilungen mit insgesamt 622 Betten werden jährlich rund 19.000 Patienten stationär und ca. 60.000 ambulant behandelt. Mehr als die Hälfte der Patienten kommen aus dem überregionalen Einzugsbereich. Weitere Informationen im Internet unter: <www.bergmannsheil.de>.

Weitere Informationen:

Dr. Justyna Swol
Oberärztin Chirurgische Intensivstation / IMC, Klinik und Poliklinik für Chirurgie
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.: 0234/302-3262
Email: justyna.swol@bergmannsheil.de
(idw, 09/2010)

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