Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Onkologie

Ob Apps, Smart Home oder Industrie 4.0 – die Digitalisierung hat unseren Alltag längst erreicht. Die Folge: Tag für Tag entstehen unzählige Daten – sogenannte Big Data. „Dieser Begriff ist eine Projektionsfläche, die für viele Menschen mit Faszination, aber auch mit Fragezeichen verbunden ist“, so Dr. Langkafel, CEO der Firma Healthcubator. „Gleichzeitig steht aber außer Frage: Die bessere Nutzung von Big Data wird das Gesundheitswesen dramatisch verändern.“

Auch im medizinischen Alltag wächst die Menge digitaler Informationen exponentiell: In Studien dokumentieren Prüfärzte unzählige Daten zu einem Krankheitsbild – von Laborparametern, über Lebensqualitätsdaten, bis hin zum Ansprechen auf eine Therapie. Gleichzeitig führen moderne Analyseverfahren wie Next Generation Sequencing zu einem explosionsartig wachsenden Informationsschatz. „Eine zentrale Herausforderung ist es, aus dieser Informationsflut die qualitativ hochwertigen Daten zu aggregieren und zu nutzen“, so Dr. Langkafel.

FoundationOne®: Wie Roche Big Data in der Onkologie nutzt

Roche ist 2015 eine strategische Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Foundation Medicine Inc., welches führend in der molekularen onkologischen Information ist, eingegangen. Die Zusammenarbeit ermöglicht es, die Vorteile von Big Data für die Behandlung von Krebspatienten und die onkologische Forschung optimal zu nutzen. Bereits heute bietet Roche in Deutschland den Service FoundationOne® an. Dieser testet eine Tumorprobe auf über 300 Genmutationen, die für die Entstehung des Tumors relevant sein können. Im nächsten Schritt interpretieren hochqualifizierte Bioinformatiker die gefundenen Genmutationen basierend auf der Erfahrung von mehr als 100.000 untersuchten Proben. Sämtliche ermittelten genetischen Veränderungen werden auf der Basis des aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Kenntnisstands und veröffentlichter klinischer Daten mit zielgerichteten Therapien und klinischen Studienprogrammen abgeglichen und in einem Report für den Arzt zusammengefasst. Diese Informationen unterstützen den Arzt dabei, für seinen Patienten eine individuelle, sprich personalisierte Therapieentscheidung zu treffen.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die sinnvolle Nutzung von Big Data, die nächste Generation der personalisierten Medizin einläuten wird. Mit Hilfe der Daten werden wir Patienten noch zielgerichteter behandeln können. Das liegt einerseits daran, dass wir immer besser verstehen, warum Tumore so unterschiedlich auf Therapien ansprechen. Und andererseits an dem tieferen Wissen über die genetischen Merkmale eines Tumors. so Dr. Marlene Thomas, Leiterin Medical Affairs Personalized Healthcare, Roche Pharma AG.

Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.

Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln, und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es, durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patientinnen und Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 28 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das achte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index.

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2016 weltweit über 94.000 Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2016 investierte Roche CHF 9,9 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 50,6 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan. Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com.

Roche in Deutschland

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahr-nimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de.

Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.400 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.

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