CeBIT 2015: Das Fraunhofer IESE präsentiert Meilenstein für das Seniorenleben 2.0

Ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld ist für viele Senioren keine Selbstverständlichkeit. Eingeschränkte Mobilität, Ängste und ein fehlendes Sicherheitsgefühl beeinflussen die Entscheidung für oder wider einen Lebensraumwechsel. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern legt nun mit einem umfassenden Abschlussbericht zur Testphase des Senioren-Assistenzsystems „SUSI TD“ wichtige Erfahrungswerte vor.

„Ich habe die Projektphase von „SUSI TD“ mit großer Spannung verfolgt“, äußert sich Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, und schließt: „Aus den Ergebnissen können wertvolle Ansätze für einen weiteren Ausbau und für den Erhalt der Lebensqualität unserer Seniorinnen und Senioren gewonnen werden.“

Das vom Ministerium im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft geförderte System wurde während einer Pilotphase 2014 in ausgewählten Haushalten in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg installiert und erprobt. Durch die Integration von Ambient-Assisted-Living-Technologien (AAL) wurden Gewohnheiten aus dem Alltag der Teilnehmer erfasst und zur Überprüfung des Wohlergehens eingesetzt. Zwei eingebundene Pflegestützpunkte konnten damit die individuelle Betreuung der Senioren übernehmen. Durch die umfassende technologische Vernetzung hatten die Probanden zudem die Möglichkeit, leichter mit Familie und Freunden zu kommunizieren. Prof. Rombach blickt zufrieden auf eine erfolgreiche Pilotphase zurück: „Das sehr positive Feedback der Teilnehmer und die Ergebnisse der Evaluierung legen den Grundstein für eine erfolgreiche Weiterführung dieses Ansatzes, der das Potenzial hat, das Lebensgefühl im Alter komplett neu zu definieren.“

Auch nach Abschluss der ersten Testphase wird an einer Weiterentwicklung des Systems gearbeitet: So findet „SUSI TD“ insbesondere im aktuellen Leitthema des Instituts, „Smart Rural Areas“, spannende Anknüpfungspunkte. Mit der Zielsetzung, das Leben in ländlichen Regionen durch eine durchdachte Vernetzung der Bereiche Infrastruktur, Mobilität, Nahversorgung und Wohnen essenziell zu verbessern, greift „Smart Rural Areas“ auch den Bereich Leben im Alter auf. Beispielsweise drängen zu lange Strecken und eine erschwerte Möglichkeit der eigenständigen Versorgung Senioren aus ihrem gewohnten Umfeld. Durch die Installation von „SUSI TD“ können eventuelle Hürden und Ängste überwunden werden und es wird ein autarkes Leben im Alter mit mehr Lebensfreude ermöglicht.

Kontakt:
Nicole Spanier-Baro
Leiterin Unternehmenskommunikation und Technologiemarketing
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Telefon +49 631 6800-1002
Fax +49 631 6800-9 1002
Nicole.Spanier-Baro@iese.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Energiemanagement, Informationssysteme und Gesundheitswesen bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Peter Liggesmeyer und Prof. Dieter Rombach trägt das Fraunhofer IESE seit nunmehr fast 20 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 66 Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Scroll to Top