CBD Wirkung auf den menschlichen Körper – ein Überblick

CBD

CBD (Cannabidiol) wurde das erste Mal 1940 von dem US-amerikanischen Chemiker Roger Adams entdeckt. Da sich die CBD Wirkungen auf den Organismus jedoch von dem damals im Fokus stehenden THC (Tetrahydrocannabinol) sehr unterscheiden, verlor sich das öffentliche Interesse an dem Wirkstoff schnell. THC ist die Substanz der Cannabispflanze, welcher eine berauschende Wirkung attestiert wird.

Seit einigen Jahren tritt CBD wieder in den Vordergrund. Es setzt sich nämlich immer mehr die Ansicht durch, dass CBD durchaus das menschliche Wohlbefinden positiv beeinflussen kann. Es wird vermutet, dass die Wirkungen sehr vielfältig sind, wobei die Forschung noch sehr wenig über das Potenzial von Cannabidiol weiß.

Was ist CBD?

CBD ist ein natürlich vorkommender Wirkstoff aus der Blüte der weiblichen Hanfpflanze. Hanf ist der Menschheit schon seit einigen tausend Jahren aufgrund seiner zahlreichen nützlichen Eigenschaften bekannt.

CBD wirkt nicht psychoaktiv und ist wie THC eines von mehr als hundert Cannabinoiden der Hanfpflanze. Es wird als Phytocannabinoid klassifiziert und macht bis zu 40 % des Pflanzenextrakts aus. Es werden der Substanz krampflösende, entzündungshemmende und antipsychotische Wirkungen nachgesagt.

Wirkungsweisen von Cannabidiol

CBD ist ein Wirkstoff, der seine vermuteten wohltuenden Effekte vornehmlich im Blutkreislauf entfaltet. Dabei interagiert die Substanz mit dem sogenannten Endocannabinoid-System (ECS), welches sein Vorkommen im Organismus eines jeden Säugetiers findet. Der Mechanismus wurde Mitte der 1990er-Jahre zufällig entdeckt. Er beeinflusst und reguliert eine große Anzahl von Körperfunktionen.

Das Endocannabinoid-System

Das ECS ist über den gesamten Körper verteilt, konzentriert sich jedoch auf das Gehirn, das Zentrale Nervensystem und das Immunsystem. Zudem wird es im Magen-Darm-Trakt, den Knochen und der Haut verstärkt wahrgenommen. Es ist für die Steuerung zahlreicher biologischer Vorgänge verantwortlich und reguliert unter anderem die Immunabwehr, den Schlaf, das Schmerzempfinden und den Appetit. Zudem beeinflusst es Stimmungen und Gefühle.

Die Forschungen über das ECS stecken ebenso wie die Untersuchungen von CBD noch in den Kinderschuhen. Als gefestigt erscheint die Erkenntnis, dass das ECS seine regulatorischen Aufgaben über Reizweiterleitungen zwischen den Nervenzellen abwickelt. Die Zellen eines Organismus besitzen dabei sogenannte Rezeptoren. Bekannt sind bisher Rezeptor CB1 und Rezeptor CB2. An diesen docken körpereigene Endocannabinoide an, welche über biochemische Vorgänge Signale entweder aktivieren oder blockieren.

CBD und die Interaktion mit dem ECS

Die hervorstechendste Eigenschaft von Phytocannabinoiden wie CBD ist es, dass sie die Funktion von Endocannabinoiden als Botenstoffe übernehmen können. Sie lagern sich anstelle der körpereigenen Cannabinoide an den Rezeptoren an und beeinflussen die Signalweitergabe.

So wird vermutet, dass CBD Stresssymptome abmildern und das Schmerzempfinden positiv beeinflussen kann, sobald es sich mit den betreffenden Rezeptoren verknüpft. Zudem wird davon ausgegangen, dass negative Gefühle wie Trauer und Depression teilweise oder zur Gänze blockiert und positive Gefühle wie Freude aktiviert werden können.

Anwendungsgebiete von CBD

Die möglichen positiven Eigenschaften machen CBD für mehrere Branchen interessant. Bekannt geworden ist die Substanz zu Beginn des Jahrzehnts vor allem als Lifestyle-Produkt. Die Anwender schwören dabei auf einen großen Entspannungseffekt. Inzwischen wird es in Lebensmitteln verarbeitet und bereichert das Angebot von Unternehmen aus der Kosmetikbranche. Seine weiteste Verbreitung findet es als Nahrungsergänzungsmittel.

Es wird erwartet, dass laufende und zukünftige Studien zu dem Ergebnis kommen, dass CBD den medizinischen Bereich revolutionieren könnte, zumal Cannabis in Deutschland seit 2017 als Arzneimittel verschrieben werden darf. Die Hoffnungen sind groß und es wird ein therapeutisches Potenzial bei folgenden Beschwerden erwartet:

  • Entzündungen
  • Multiple Sklerose
  • Depressionen und Panikattacken
  • Epilepsie
  • Arthritis
  • Neurodermitis
  • Schlafstörungen
  • Arthrose
  • Chronische Schmerzen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Migräne
  • Diabetes
  • Schizophrenie
  • Akne
  • Schuppenflechte

Darreichungsformen von CBD

CBD wird inzwischen in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet. In Salben, Cremes und Lotionen wird es äußerlich direkt auf die Problemzonen aufgetragen und zieht tief in die Haut ein. Als Pulver oder in Kristallform liegt es in absoluter Reinheit vor und kann Speisen und Getränken beigemischt werden.

Am häufigsten kommt CBD als Öl vor. In dieser Form wird der Wirkstoff oral eingenommen. Der Anwender träufelt sich den Wirkstoff unter die Zunge. Dort wird CBD über die Mundschleimhaut aufgenommen und gelangt innerhalb weniger Sekunden in die Blutbahn.

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