Carol-Nachman-Medaille für Gießener Rheumatologen

Professor Klaus Schmidt hatte bis 2001 viele Jahre lang die Professur für Rheumatologie und physikalische Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen inne und leitete die Abteilung Rheumatologie des Herz- und Rheumazentrums der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. In dieser Funktion machte er sich um Forschung, Lehre und Weiterbildung auch im Bereich der physikalischen Medizin und Balneologie verdient. Durch verantwortliche Positionen in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRH) sowohl als Mitglied in Vorstand und Beirat als auch vor allem während seiner Präsidentschaft in den Jahren 1991 bis 1992 habe er viel für die DGRH bewirkt – „immer vermittelnd, kommunikativ, für die Sache begeisternd und mit brillantem Witz“. In Hessen hat sich Professor Klaus Schmidt um eine kontinuierliche Fortbildung der Ärzte im Fach Rheumatologie verdient gemacht. Zudem habe er über 15 Jahre lang als Schriftleiter der Zeitschrift für Rheumatologie, dem gemeinsamen Publikationsorgan der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaften für Rheumatologie, „Stil und Gesicht dieser Zeitschrift geprägt“, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der Stadt Wiesbaden. „Rheumapatienten und ehemalige Mitarbeiter verehren ihn bis heute als Arzt und Lehrer“. Die Carol-Nachman-Medaille ist mit 2.500 Euro datiert.

Der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Dr. Helmut Müller, übergibt die Auszeichnung heute, am 7. Mai 2010, im Rahmen einer Feierstunde, die aus Anlass der Preisverleihung des „Carol-Nachman-Preises für Rheumatologie 2010“ im Wiesbadener Kurhaus stattfindet. Den Carol-Nachman-Preis, eine der höchst dotierten medizinischen Auszeichnungen in Deutschland, erhält in diesem Jahr Prof. Dr. Pierre Miossec, Universität Lyon, Frankreich, für die Beschreibung des Interleukin-17 Proteins sowie der Untersuchung seiner Rolle in der Pathogenese rheumatischer Erkrankungen.

Carol-Nachman-Preis und -Medaille tragen den Namen ihres Stifters, des langjährigen Spielbank-Konzessionärs und Wiesbadener Ehrenbürgers, Carol Nachman. Seit 1972 wurde der Preis an insgesamt 65 international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Auch nach dem Tod des Preisstifters hat die Spielbank Wiesbaden weiterhin die finanzielle Ausstattung übernommen und im Laufe der Jahre insgesamt über 1,3 Millionen Euro für den Preis bereitgestellt.

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(idw, 05/2010)

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