caesarium zum Thema Hören und Schwerhörigkeit

Die Vortragsreihe "Die fünf Symphonien der Sinne" wird im nächsten caesarium mit dem "Hören" fortgesetzt. Professor Dr. Tobias Moser von der Universität Göttingen wird am 29.04.2010 um 19 Uhr im Forschungszentrum caesar der Frage nachgehen:

"Wie kommt der Klang in den Kopf?
– Hören und Schwerhörigkeit"

Das Ohr schafft es, ein unglaublich breites Spektrum von Lautstärken zu verarbeiten, vom Summen einer Mücke bis zum Start eines Jumbojets. Prof. Moser und sein Forscherteam haben diese Leistung genauer untersucht und dabei interessante Ergebnisse zur Funktionsweise unseres Innenohrs gefunden.
In Europa haben über 40 Millionen Menschen eine erbliche Hörstörung, ein Drittel der über 65-Jährigen leidet an Altersschwerhörigkeit. Ein besonders schweres Schicksal der Schwerhörigkeit traf auch den berühmtesten Sohn der Stadt Bonn, Ludwig van Beethoven. Er musste seine 9. Symphonie gehörlos vollenden.
Woran liegt es, dass so viele Menschen ihr Hörvermögen verlieren? Was sind die genetischen Ursachen? Wie kann man Schwerhörigkeit lindern oder das Hörvermögen wieder herstellen?
Prof. Moser arbeitet zusammen mit Kollegen daran die molekularen Defekte zu identifizieren. Schon vor einigen Jahren fand er heraus, dass der Ausfall eines einzigen Genes zu einem Totalausfall bei der Signalübertragung vom Innenohr zum Hörnerv führen kann.

Prof. Dr. Tobias Moser ist seit 1997 Leiter des InnerEarLab der Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde an der Universität Göttingen. Er studierte Humanmedizin in Leipzig und promovierte an der Universität Jena 1995. Als Postdoc arbeitete er in der Zeit von 1994 bis 1997 am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie unter der Leitung von Erwin Neher.

Stiftung caesar
Die Stiftung caesar ist assoziiert mit der Max-Planck-Gesellschaft und betreibt in Bonn ein Zentrum für neu-rowissenschaftliche Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt nach den Exzellenzkriterien der Max-Planck-Gesellschaft.

Ansprechpartner:
Herr Dr. Jürgen Reifarth,
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon: +49(0)228/9656-107
E-mail: juergen.reifarth@caesar.de
(idw, 04/2010)

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