Bundestagspräsident Norbert Lammert besucht Hochschule für Gesundheit

Mit der Einführung der Modellklausel in die Berufsgesetze der Hebammen, Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten im Jahr 2009 sowie mit der Einführung des Gesetzes über die Berufe in der Krankenpflege aus dem Jahr 2003 durch den Bund können in den Bundesländern Modellstudiengänge zur Akademisierung der Gesundheitsberufe entwickelt und erprobt werden. Nordrhein-Westfalen hat bei der Erprobung akademischer Ausbildungswege in den Gesundheitsberufen eine Vorreiterstellung übernommen. Die Modellstudiengänge werden nach Richtlinien des Bundesgesundheitsministeriums laufend evaluiert und insbesondere auf ihren (Mehr-)Wert gegenüber den klassischen (schulischen) Ausbildungsmodellen hin überprüft. Erste Zwischenergebnisse liegen hierzu vor und weisen auf einen dringenden Handlungsbedarf hin.

Friedrichs: „Die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe setzt voraus, dass rechtliche Strukturen verändert werden und sich auch ein akademisches Verständnis der Berufe herausbildet. An der hsg sind wir an den zukunftsorientierten Überlegungen der akademisierten Gesundheitsberufe in Deutschland beteiligt und möchten sie gern den Bundespolitikern vorstellen, die spätestens im Jahr 2017 über die Weiterführung der Modellklauseln in den entsprechenden Berufsgesetzen zu entscheiden haben. So sind aus unserer Sicht die Berufsgesetze mit einer Neudefinition des Ausbildungsziels im Sinne eines akademischen Kompetenzprofils zu versehen. Diese Überlegungen haben wir heute Herrn Dr. Lammert vorgestellt.“

„Wir haben vereinbart, dass wir bei den Themen, die in die Zuständigkeit des Bundes fallen, in engem Kontakt bleiben werden“, sagte Lammert am Ende seines Besuchs.

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