Bundesministerin Anja Karliczek zu Gast am Beutenberg

Mit dem Beutenberg-Campus, an dem neun Forschungsinstitute und mehr als 50 Firmen beheimatet sind, hat Bundesministerin Anja Karliczek einen interdisziplinären Forschungsstandort zum Ziel ihrer Reise gewählt. Dem Leitgedanken „Where Life Science meets Physics“ folgend, vereint der Campus Forschung und Entwicklung im Bereich Biologie, (Naturstoff-)Chemie, Umweltforschung und Medizin auf einzigartige Weise mit Optik, Photonik und optischen Mikrosystemen.

Am Max-Planck-Institut für Biogeochemie traf sich die Bundesministerin mit den Direktoren des Instituts und jungen Wissenschaftlern zum Austausch. Anhand hervorstechender Forschungsprojekte gewannen die hochrangigen Gäste einen Eindruck von der Spannbreite der Erdsystemforschung. Dabei ging die virtuelle Forschungsreise vom Amazonas Regenwald zu den Permafrostgebieten der Antarktis und mit Satelliten und Messflugzeugen rund um den Globus. Neben wissenschaftlichen Themen wurden auch die gesellschaftliche Relevanz aktueller Klimaforschung sowie strukturelle Erfordernisse wie Gleichstellung und Nachwuchsförderung diskutiert.

Am Leibniz-IPHT erhielt die Delegation nach der Begrüßung durch den wissenschaftlichen Direktor Prof. Jürgen Popp Einblick in aktuelle Forschungsaktivitäten rund um das Thema optische Gesundheitstechnologien. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts zeigten Karliczek anhand von Exponaten wie sie Licht zum schnellen Nachweis von Infektionserregern und deren Antibiotikaresistenzen oder zur Untersuchung von Gewebe, beispielsweise für die Krebsdiagnostik, nutzen. Während des Rundgangs durch die Labore und die Faserziehanlage des Leibniz-IPHT informierte sich die Ministerin über die zugrundeliegenden spektroskopischen Bildgebungsmethoden und Technologien zur Herstellung von optischen Fasern für die endoskopische Gewebediagnostik.

„Der Beutenberg-Campus zeigt beispielhaft, wie Spitzenforschung unser Land voranbringt. Hier in Jena ist ein Standort für Forschung und Technologieunternehmen mit nationaler und internationaler Bedeutung entstanden. Für die Klima- und Umweltforschung gilt das ebenso wie für neue Medizintechnik. Hier findet Forschung statt, die den Alltag der Menschen verbessern kann – beispielsweise wird untersucht, wie Licht bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden kann. Wissenschaft und Wirtschaft, Bund und Land können gemeinsam viel erreichen, wenn wir so zusammenarbeiten. Besonders freut es mich, dass für die Forscher der Wissenstransfer hier einen hohen Stellenwert hat.“ sagt Bundesforschungsministerin Karliczek.

Das Max-Planck-Institut für Biogeochemie:
Das Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) beschäftigt sich mit den klimarelevanten Stoffkreisläufen der Erde und erforscht, wie Ökosysteme auf Änderungen des Klimas und der Umwelt reagieren. Die Wissenschaftler kombinieren Labor- und Feldexperimente, hochpräzise Langzeitbeobachtungen der Ökosysteme und globale Messungen von Flugzeugen und Satelliten mit integrierenden Datenanalysen durch Modellierungen und maschinelles Lernen. Am MPI-BGC werden international führende Erkenntnisse zu den Grundlagen des Erdsystems erzielt.

Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien:
Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) erforscht die wissenschaftlichen Grundlagen für photonische Verfahren und Systeme höchster Sensitivität, Effizienz und Auflösung. Gemäß dem Motto „Photonics for Life – from ideas to instruments“ entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Leibniz-IPHT maßgeschneiderte Lösungen für Fragestellungen aus den Bereichen Lebens- und Umweltwissenschaften sowie Medizin.

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