Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ist erneut Schirmherr der „Woche der Wiederbelebung“

18.-24. September 2017: „Woche der Wiederbelebung“

Mindestens 50.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Eine gut funktionierende Rettungskette kommt bis zum Eintreffen des Notarztes nicht ohne medizinische Laien bzw. Ersthelfer aus. Denn, je schneller Hilfe am Anfang dieser Kette geleistet wird, desto höher sind die Genesungschancen. Das Gehirn beginnt nach etwa drei bis fünf Minuten Sauerstoffmangel bereits zu reagieren und wird irreversibel geschädigt.

Auch in diesem Jahr übernimmt der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Schirmherrschaft für die „Woche der Wiederbelebung“. Für ihn ist dies eine Herzensangelegenheit. Mit der „Woche der Wiederbelebung“ wollen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) in Kooperation mit dem German Resuscitation Council (GRC) das Selbstvertrauen der Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer stärken – für mehr gerettete Leben. Gemeinsam mit Partnern, wie zum Beispiel Hilfsorganisationen und Krankenhäusern, sollen mit der einfachen Botschaft „Prüfen, Rufen, Drücken“ mehr Menschen ermutig werden, im Ernstfall aktiv zu werden.

Highlight ist die „Woche der Wiederbelebung“ vom 18.9. bis 24.9.2017, bei der landesweit vielseitige Aktionen gestartet werden. Wenn immer sofort mit der Herzdruckmassage begonnen würde, könnten jährlich 10.000 Leben zusätzlich gerettet werden.
„Prüfen, Rufen, Drücken sind drei leicht zu merkende Schritte bei einem Herzstillstand: Reaktion und Atmung checken, Notruf 112 wählen und die Herzdruckmassage sofort beginnen. So kann die Überlebenschance verdoppelt bis verdreifacht werden“, ermutigt Prof. Dr. Dr. Hugo Van Aken, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Durch Öffentlichkeitskampagnen steigen die Laien-Reanimationsraten seit einigen Jahren kontinuierlich an: Lagen diese 2011 noch bei 18 Prozent, so ist dieser Wert 2016 auf 37 Prozent angestiegen. Weitere Informationen gibt es unter www.einlebenretten.de.

Quelle: BDA/DGAI

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Endlich Klarheit! Die häufigsten Fragen

• Ist eine Mund-zu-Mund-Beatmung notwendig?
Die Mund-zu-Mund-Beatmung ist nicht die entscheidende Maßnahme bei Menschen mit plötzlichem Herzstillstand. Lebensrettend ist die ist die Herzdruckmassage. Wenn Sie in Mund-zu-Mund-Beatmung ausgebildet sind, dann tun Sie es -zur Erinnerung: 30mal drücken und danach zweimal beatmen. Wenn nicht, konzentrieren Sie sich auf die Herzdruckmassage. Damit ist schon viel gewonnen!

• Ist bei einem Herzstillstand die stabile Seitenlage wichtig?
Nein, denn der Betroffene kann auf diese Weise weder beatmet werden, noch kann der Ersthelfer ihn wiederbeleben. Der Ersthelfer sollte bei einem Herzstillstand gleich mit der Herzdruckmassage beginnen.
• Kann ich rechtlich belangt werden, wenn ich etwas falsch mache?
Sie können nichts falsch machen! Jede Hilfe ist erste Hilfe. Sie können und dürfen Herzdruckmassage durchführen und einen Defibrillator anwenden. Auch wenn Sie dies nie oder lange nicht mehr geübt haben, es könnte lebensentscheidend sein.

• Wo und wie schnell muss ich bei der Herzdruckmassage drücken?
Drücken Sie fest in der Mitte des Brustkorbs mindestens 100 Mal pro Minute, das entspricht einem Disco-Beat. Denken Sie also an einen Song, wie z. B. „Stayin` Alive“ von den BeeGees oder „Rock Your Body“ von Justin Timberlake. Sie haben den Rhythmus einer Herzdruckmassage. Wechseln Sie sich mit anderen Ersthelfern ab.

Aktion: „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“
Die Deutschen Anästhesisten verfolgen gemeinsam mit dem German Resuscitation Council das Ziel, Hemmschwellen in der Bevölkerung abzubauen und die Wiederbelebungsrate in Deutschland zu steigern. Gemeinsam mit Partnern, z. B. den größten Hilfsorganisationen, sollen mit der einfachen Botschaft „Prüfen Rufen Drücken“ mehr Menschen ermutig werden, im Ernstfall aktiv zu werden. Highlight ist die „Woche der Wiederbelebung“ vom 18.9. bis 24.9.2017, bei der auf über-und regionaler Ebene vielseitige Aktionen gestartet werden. Weitere Infos gibt es unter www.einlebenretten.de

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
Anka Feyh-Oeder
Roritzerstraße 27
90419 Nürnberg
Telefon: 0911 – 93 37 80
E-Mail: afeyh-oeder@dgai-ev.de

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