Brustkrebsmedikament Pertuzumab mit Galenus-von-Pergamon-Preis 2013 ausgezeichnet

Pertuzumab ist seit März 2013 für die Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs zugelassen. Das Medikament Pertuzumab wurde am Roche-Standort Penzberg maßgeblich erforscht und entwickelt. Die Produktion des Antikörpers erfolgt am Roche-Standort Mannheim.

Bei der Substanz Pertuzumab handelt es sich um einen monoklonalen Antikörper, der gezielt an den HER2-Rezeptor bindet. Bei nahezu jeder fünften Patientin kommt dieses Protein vermehrt auf der Oberfläche der Krebszellen vor und regt durch die Zusammenspiel mit anderen Rezeptoren den Tumor zu einem besonders schnellen Wachstum an. Pertuzumab verhindert die Ausbildung von Rezeptorpaaren, die sogenannte HER2-Dimerisierung, und dadurch die Weiterleitung von Signalen, die das Wachstum des Tumors antreiben. In Studien konnte gezeigt werden, dass Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs signifikant länger leben, wenn sie das neue Medikament Pertuzumab zusätzlich zu einer Antikörper- und Chemotherapie erhalten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Jury den bislang einzigartigen Wirkmechanismus von Pertuzumab als auszeichnungswürdig empfindet“, so Dr. Max Hasmann, Projektleiter Onkologie bei Roche Pharma Research and Early Development (pRED), der die Entwicklung von Pertuzumab über Jahre begleitet hat. „Pertuzumab ist das Ergebnis von mehr als einem Vierteljahrhundert intensiver Forschung und Entwicklung. Vor allem aber ist Pertuzumab ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung unseres Ziels, Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs durch gut verträgliche Medikamente ein langes Überleben zu ermöglichen.“

Über den Galenus-von-Pergamon-Preis
Der Galenus-von-Pergamon-Preis ist ein von Springer Medizin und der „Ärzte Zeitung“ gestifteter nationaler Preis, mit dem herausragende pharmakologische Forschung im Dienste der Entwicklung neuer und innovativer Arzneimittel gewürdigt wird. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben. In den vergangenen Jahren zählten unter anderem die von Roche entwickelten Krebsmedikamente Bevacizumab (Avastin®) und Vemurafenib (Zelboraf®) zu den Preisträgern.

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