Brustkrebs – Warum sollte ich meinen HER2-Status kennen?

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei etwa 20 bis 25% der Brustkrebspatientinnen sind besonders viele Bindungsstellen (Rezeptoren) für einen Wachstumsfaktor mit der Bezeichnung HER2 auf den Tumorzellen vorhanden. Diese Rezeptoren stellen ein Angriffsziel für eine neue Immuntherapie dar, bei der Krebszellen von der eigenen Körperabwehr vernichtet werden. In der Broschüre wird erläutert, wie die Behandlung wirkt und welche Patientinnen dafür in Frage kommen. Außerdem werden viele weitere Fragen dazu beant­wortet: Wie wird der HER2-Status bestimmt? Wie wird die Behand­lung durch­geführt? Wie verträglich ist die HER2-Antikörpertherapie? Welche Vor- und Kontroll­untersuchungen sind erforderlich?

HER2- Antikörpertherapie – Immunsystem vernichtet Krebszellen
Befinden sich auf der Oberfläche von Tumorzellen viele Rezeptoren für den Wachstums­fak­tor HER2, wird die Krebsentwicklung besonders stark angeregt. HER2-positive Patien­tinnen haben daher im Vergleich einen aggressiveren Krankheitsverlauf und der Tumor tritt bei ihnen auch schneller wieder auf. Früher waren die Heilungschancen bei dieser Variante deshalb schlechter als bei anderen Brustkrebstypen. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkennt­nisse können HER2-positive Patientinnen heute mit einem speziellen gegen HER2 gerichteten Antikörper behandelt werden.

Brustkrebs

Der künstlich hergestellte Antikörper Trastuzumab bindet wie bei einem Schlüssel-Schloss-Prinzip an den HER2-Rezeptor und blockiert ihn. Dadurch können keine Wachstumssignale mehr übertragen werden und das Krebswachstum wird gestoppt. Die Hauptwirkung des HER2-Antikörpers besteht jedoch in der Aktivierung der körpereigenen Immunabwehr. Durch die Besetzung mit dem Antikörper werden die Tumorzellen markiert. Jetzt können sie vom Immunsystem erkannt und vernichtet werden. Weil gesunde Zellen weitgehend verschont bleiben, führt die HER2-Antikörpertherapie nicht zu den üblichen Nebenwirkun­gen einer Chemotherapie wie Übelkeit, Erbrechen, Haarverlust und Schwächung der Abwehrkraft.

Frühzeitig HER2-Status bestimmen
Diese Therapie ist aus­schließlich für Patientinnen mit einem Übermaß an HER2-Rezeptoren sinnvoll, des­halb muss der HER2-Rezeptorstatus bei jeder Brustkrebspatientin frühzeitig bestimmt werden. Wegen des aggressiven Krankheitsverlaufs sollte bei positivem HER2-Status zudem möglichst rasch mit der Antikörpertherapie begonnen werden.

Die Broschüre „Brustkrebs – Warum sollte ich meinen HER2-Status kennen?“ sowie zusätzliches Informationsmaterial zum Thema Krebserkrankungen finden Sie hier  http://www.roche.de/pharma/indikation/onkologie/service/waren.html

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