Brupbacher Preis geht an Krebsforscher Michael Karin

Zum elften Mal wird am Donnerstag, 31. Januar 2013 der Charles Rodolphe Brupbacher Preis an einen Wissenschaftler verliehen, der in der Krebsforschung herausragende Leistungen erbracht hat. Für seine Forschung ausgezeichnet wird dieses Jahr Michael Karin, Professor im Departement Pharmakologie der Universität von Kalifornien in San Diego.

Michael Karin ist einer der meist zitierten Autoren in der biomedizinischen Wissenschaft. Bekannt gemacht haben ihn seine grundlegenden Studien über die Rolle chronischer Entzündungen bei der Tumorentstehung, wie beispielsweise Leberkrebs nach einer Infektion mit Hepatitis-B oder -C-Viren oder Magenkrebs durch die Infektion mit dem Magenbakterium «Helicobacter pylori». Ein spezifischer viraler oder bakterieller Erreger ist dabei jedoch nicht erforderlich, denn jede chronisch entzündliche Schädigung der Dickdarmschleimhaut birgt ein stark erhöhtes Krebsrisiko für den Dickdarm. Dazu zählen auch immunologisch bedingte entzündliche Darmerkrankungen.

Nachweis eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Entzündung und Krebsentstehung

Karin ist ein international anerkannter Experte für Signalwege. So heissen die Übertragungswege, mittels denen Zellen auf äussere Einflüsse reagieren. Insbesondere die Einflüsse von Stress und Infektionen haben Karin dabei interessiert. So untersuchte er, wie bei chronischen Infektionen der normale Signalweg der Zelle auf Abwege geraten und als mögliche Folge Krebs entstehen kann.

Michael Karins Arbeiten haben unser Verständnis von den molekularen Grundlagen der Entstehung von Tumoren wesentlich erweitert, und sie sind von entscheidender Bedeutung bei der Entwicklung neuer Strategien für Prävention und Therapie.

Öffentlicher Vortrag von Gottfried Schatz und Preise für den Nachwuchs

Am Vorabend der Preisverleihung lädt die Brupbacher Stiftung zum öffentlichen Vortrag von Prof. Gottfried Schatz mit dem Titel: «Die tragische Substanz. Wie genetische Fehler Alterung und Krebs bewirken». Schatz ist emeritierter Professor der Universität Basel und als Biochemiker eine internationale Kapazität – insbesondere auf dem Gebiet der Erforschung der Mitochondrien, den Energie liefernden Kraftwerken der Zelle.

Der letzte Programmpunkt des Symposiums gehört dem Nachwuchs: Bis zu fünf Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher werden zum Abschluss des Symposiums am Freitag Morgen je einen Young Investigator Award erhalten.

Scroll to Top