Brennpunkt Blase: Schattenseiten des Liebesspiels

(djd). Die schönste Sache der Welt kann bei vielen Frauen eine unangenehme Wirkung haben: die sogenannte „Honeymoon-Cystitis“ oder „Flitterwochen-Blasenentzündung“. Ist die Scheidenflora geschwächt, kann das Liebesspiel die empfindlichen Schleimhäute zusätzlich reizen und das Eindringen von Bakterien begünstigen. Auch spermizide Cremes stehen unter Verdacht, die Scheidenflora zu schwächen. Die Symptome einer Blasenentzündung sind häufiger Harndrang, schmerzhaftes Wasserlassen und manchmal auch Blut im Urin.

Nicht immer sind Antibiotika nötig, um die Entzündung zu bekämpfen. Gute Erfolge zur Regeneration der Harnwege kann laut einer Studie an der Heinrich-Mann-Klinik in Bad Liebenstein eine spezielle Kombination aus Cranberry- und Kürbiskernextrakten erzielen. Dr. Rainer Hartwich, Facharzt für Innere Medizin, fand heraus, dass sich bereits nach einer dreitägigen Einnahme von „Cystorenal Cranberry plus“ (rezeptfrei in der Apotheke) der Bakterienbefall um rund 34 Prozent reduzierte. „Die Studie zeigt, dass das Präparat die Blase effektiv vor dem Festsetzen der E.-coli-Bakterien schützt und so einer Blasenentzündung vorbeugen kann“, erklärt der Experte. Zudem beugt eine sorgfältige Intimhygiene der Erkrankung vor. Hierbei genügt klares Wasser. Die Verwendung von Duschgels oder Intimsprays dagegen kann den Säureschutzmantel der Schleimhaut angreifen und Keimen das Eindringen erleichtern.

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