Bochumer Forschungsschule verleiht „Young Scientist Award 2010“: Grundlagen der Epilepsie

Anlässlich der Preisverleihung in der Akademie der Wissenschaften in Düsseldorf der Öffentlichkeit stellen sich die NRW-Forschungsschulen auch der Öffentlichkeit vor. Sie ermöglichen Studierenden eine strukturierte Promotion in verkürzter Zeit bei international anerkannten Spitzenforschern. Das Arbeitsspektrum der anwesenden Forscher reicht von der Entwicklung innovativer Arzneimittel und Therapien über die Erforschung der Zukunftsfähigkeit unserer sozialen Sicherungs-und Versorgungssysteme bis zum besseren Verständnis des Systems Erde. Die Medien sind herzlich eingeladen.

Epilepsie verstehen

Epilepsie hat keine einheitliche Ursache: Verletzungen des Gehirns, Stoffwechsel- aber auch Anlagestörungen tragen dazu bei. Bei Menschen sind nur wenige Epilepsie-Unterformen wirklich gut verstanden. Im Mausmodell lässt sich die Krankheit eingehender studieren, insbesondere bei sog. Knock-out-Mäusen, bei denen ein definiertes Gen inaktiviert ist. Yun Xiang Chu (Jahrgang 1985) ist durch Ausschalten eines Gens der Epilepsie-Aktivität auf die Spur gekommen. „Mit diesen Ergebnissen ist ein weiteres Mosaiksteinchen im Verständnis der unterschiedlichen Epilepsie-Grundlagen identifiziert“, urteilte die Bochumer Jury.

Weltweiter Ruf

Neun von insgesamt 17 NRW-Forschungsschulen verleihen je einen Young Scientist Award. Die verleihenden Forschungsschulen haben allein in den letzten zwei Jahren über 250 Doktorandinnen und Doktoranden ausgebildet. Ca. 40% von ihnen kommen aus dem Ausland, buchstäblich aus der ganzen Welt. Sie bereichern die Labore und Büros mit ihrem Wissen, das sie von den weltweit besten Universitäten aus Ländern wie Frankreich, England, den Niederlanden, Japan, China, Indien, Russland, den USA oder Mexico mitbringen. Integration ist hier keine Frage, sondern gelebte Internationalität. Innerhalb von drei Jahren werden die Doktoranden in strukturierten Programmen zum Dr. rer. nat., Dr. Ing. oder dem PhD in Neuroscience geführt. Sie tragen den guten Ruf des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts NRW in die ganze Welt. Auch der Young Scientist Award 2010 ist eine Gelegenheit, der Welt den hervorragenden Ausbildungsplatz NRW zu zeigen und brillante Köpfe für die eigenen Programme anzuwerben.

Hintergrund: NRW-Forschungsschulen

Die strukturierte Doktorandenausbildung in direktem Kontakt zur Spitzenforschung hat in NRW Tradition: Seit 2001 bildeten sieben nordrhein-westfälische Graduiertenschulen Doktoranden aus. Ihre Zahl stieg 2008 mit dem vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWFT) gestarteten Programm NRW-Forschungsschulen auf 17. Die NRW-Forschungsschulen sind eingebunden in exzellente Forschungsbereiche der jeweiligen Universität. Sie werden mit insgesamt 36 Millionen Euro über fünf Jahre vom MIWFT gefördert. Ein wesentlicher Vorteil der Forschungsschulen ist die verkürzte Promotionszeit. Wer in das Programm aufgenommen wird, erhält ein Vollstipendium.

Weitere Informationen

Ursula Heiler, Koordinatorin der International Graduate School of Neuroscience IGSN der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-26682, heiler-igsn@rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Alle 17 Forschungsschulen finden Sie unter:
http://www.innovation.nrw.de/hochschulen_und_forschung/wissenschaftlicher_nachwuchs/forschungsschulenNEU/index.php

Infos zum Vortrag der Preisträgerin
http://www.ruhr-uni-bochum.de/igsn/curriculum/talks_future/symposium_details_2010/colloquium_221110/colloquium_221110.html

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