BMW R1200 GS: Neuauflage des Marktführers

(dmd). Seit geraumer Zeit führt steht sie auf dem Siegertreppchen der Zulassungsstatistik – jetzt wurde sie neu überarbeitet. Die BMW R1200 GS fährt in ihrer fünften Generation auf den Asphalt. Und liefert dabei einiges an komfortablen Neuheiten.

Der Preis für die ab März erhältliche Enduro beträgt 14.100 Euro. In der neuen Version verabschieden sich die Bayern endgültig vom luftgekühlten Zweizylinder-Boxer. Der neue 1,2-Liter-Antrieb erhält erstmals eine Wasserkühlung, wenn auch nicht für alle Teile. Nur thermisch hochbelastete Bereiche werden künftig vertikal mit Flüssigkeit durchströmt. Dafür reichen zwei kleine Kühler, die aber nicht weiter auffallen. Damit sollen die Freunde der Luftboxer nicht vergrault, gleichzeitig die GS aber für schärfere Abgas- und Lautstärkegesetzte fit gemacht werden.

Der Twin kommt nun auf 92 kW/125 PS und ein Drehmoment von 125 Newtonmeter, bisher waren es 110 PS und 120 Nm. Damit soll der Spurt auf 100 km/h in 3,6 Sekunden erledigt werden und die Höchstgeschwindigkeit deutlich über 200 km/h liegen. Das konnte zwar das Vorgängermodell auch schon gut, neu wird aber die Art und Weise der Fortbewegung sein. Die Bayern setzen bei der 238 Kilogramm (plus 10 Kilo) schweren GS nun unter anderem auf ein erstmals im Motorgehäuse integriertes Sechsganggetriebe mit Ölbadkupplung und Anti-Hopping-Funktion. Neu ist auch die Konstruktion des Stahlrohrrahmens, die mehr Festigkeit bieten soll. Ungewohnt ist dagegen die Position der Kardanwelle, die auf die linke Seite wechselt.

Nach wie vor sollen Kunden ihre technischen Wünsche bei der Münchnerin erfüllt bekommen: großvolumiger Motor, ABS, ASC, elektronisches Fahrwerk, Griffheizung, Zusatzscheinwerfer, Bordcomputer, 20-Liter-Tank, höhenverstellbarer Fahrersitz, Handprotektoren, Alukoffer und und und. Die Optionsliste bietet unter anderem Anti-Schlupfregelung, verschiedene Fahrmodi, umschaltbares ABS und LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht. Für mehr Komfort sollen nun ein in Höhe und Neigung verstellbarer Fahrersitz, ein verstellbarer Soziussitz und ein manuell verstellbares Windschild sorgen.

Mit dem von den Sechszylindermodellen bekannten Controller am linken Lenkergriff lässt sich durch das Bordmenü navigieren – ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. Trotz aller technischen Änderungen unterscheidet sich die fünfte Generation von ihrem Vorgänger optisch kaum. Die GS ist auf den ersten Blick durch ihr breites, hohes und wuchtiges Auftreten sofort zu erkennen. Damit muss sie sich der erstarkten Konkurrenz von Ducati Multistrada 1200, Honda Crosstourer, KTM Adventure, Yamaha XTZ 1200 Super Tenere und Triumph Tiger Explorer erwehren.
GS bedeutet im BMW-Deutsch seit 1980 „Gelände und Straße“. Die R 80 G/S war die Begründerin des völlig neuen Segments. Weltenbummler und Tourenfahrer überall auf der Erde setzen seit Jahren auf den robusten Boxer aus München. Bisher wurden über 170.000 Einheiten des Bikes verkauft.

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