BMW Concept Active Tourer – Familien-Van mit Frontantrieb

(dmd). Zum ersten Mal in der Historie der Bayerischen Motoren Werke warten die Münchner mit einem Van auf. Vorgestellt wurde die Studie namens BMW Concept Active Tourer auf dem Pariser Autosalon. 2013 soll die Serienversion davon auf den Markt geschickt werden – und zwar mit einer weiteren Neuerung: einem Frontantrieb.

Das 4,35 Meter lange und 1,56 Meter hohe Fahrzeug mit erhöhter Sitzposition und angehobenem Dach soll Kunden ansprechen, die bislang eine Mercedes B-Klasse oder einen VW Golf Plus gekauft haben. Damit ähnelt die Zielkundschaft jener des 2013 startenden Elektroautos i3; der Active Tourer dürfte jedoch deutlich preiswerter werden als der Karbon-Stromer und auch viel langstreckentauglicher – allerdings auch spürbar konventioneller.

Die Plattform wird sich der Van mit dem nächsten Mini teilen, von dem auch der Frontantrieb stammt. Der gilt zwar nicht als sportlich, ist aber preiswerter und schafft Platz, da der Motor nicht mehr längst, sondern quer montiert wird. Außerdem kann auf den Kardantunnel verzichtet werden. Das Konzept soll künftig nicht nur den Active Tourer günstig machen, sondern generell den kleinen Baureihen von BMW zugute kommen. Alles unterhalb des Dreiers, so hört man in München, wird beim jeweils nächsten Generationswechsel auf Frontantrieb umgestellt.

Innen will der Active Tourer eher spacig als spießig sein. Praktische Extras wie Geheimfächer im Wagenboden, ausklappbare Kindersitze oder pfiffige Einbauregale sucht man vergebens. Und mehr als umklappen oder verschieben kann man zum Beispiel die Rückbank auch nicht. Aber dafür gibt es iPads mit eigens programmierten BMW-Apps für den Nachwuchs, eine spektakuläre Inszenierung auf dem großen Front-Monitor und futuristische Bedienelemente, die wie Sensorfelder in den orange hinterleuchteten Kunststoff-Konsolen schweben. Allerdings darf man sich da keinen Illusionen hingeben. Schon bei der Studie sind viele dieser Details ohne Funktion, und für die Serie wahrscheinlich aus Kostengründen ohne Chance.

Das gilt wahrscheinlich zunächst auch für den Antrieb der Studie. Denn den leistet ein vom Öko-Supersportwagen i8 inspirierter Hybrid. Ein 1,5-Liter-Benziner und ein Elektromotor entwickeln zusammen 190 PS. Rein elektrisches Fahren soll für rund 30 Kilometer möglich sein, danach übernimmt der Verbrenner. Wenn beide Triebwerke zusammenarbeiten, beschleunigt der Active Tourer in weniger als acht Sekunden auf Tempo 100 und erreicht rund 200 km/h Höchstgeschwindigkeit.

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