Blutsauger auf der Kopfhaut

(djd). Während Eltern angesichts des Infozettels „Achtung Läuse im Kindergarten“ der kalte Schweiß ausbricht, freut sich der Nachwuchs möglicherweise sogar darüber, auch mal mit von der „Läuse-Partie“ zu sein. Schließlich wird oft ein großer Rummel darum gemacht und das Kind steht im Mittelpunkt des Geschehens. Manche Menschen glauben, man könnte mit Teebaumöl, täglichem Haarewaschen oder Auftragen von Haarspray einem Läusebefall vorbeugen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist allerdings umstritten und keine Garantie für einen läusefreien Kinderkopf. Vielen Eltern ist es immer noch peinlich, wenn ihre Sprösslinge von den Kopfläusen befallen werden. Doch ist dies weder ein Zeichen mangelnder Hygiene noch ein schlimmer Schicksalsschlag. Manche der Kleinen werden mehrmals von Läusen heimgesucht, andere wiederum entgehen der Plage – doch keiner ist davor gefeit.

Läuse sind „Haustiere“ des Menschen

Die kleinen Plagegeister existieren schon, solange es Menschen gibt – bei Ausgrabungen von Mumien aus dem alten Ägypten wurden Läuse und Nissen in deren Haaren gefunden. Sie leben ausschließlich im menschlichen Kopfhaar, besiedeln weder Haustiere, noch sitzen sie in der Puppenecke des Kindergartens und warten dort auf ihre Opfer. Läuse können nicht fliegen oder springen, sondern klettern beim engen Kuschelkontakt der Kinder von einem Kopf zum nächsten. Sobald Läusealarm ausgerufen ist oder sich das Kind ungewöhnlich oft kratzt, sollten Eltern den Schopf inspizieren. Läuse sind flink und lichtscheu und daher nicht leicht zu finden. Mit speziellen Kämmen aus der Apotheke und dem Auftragen einer Haarspülung gelingt es einfacher. Vor allem der Nacken und der Bereich hinter den Ohren sollte gründlich untersucht werden. Aufschlussreich sind auch die Eier der Läuse, die Nissen, die Schuppen ähnlich sehen. Sie kleben in der Nähe der Kopfhaut am Haar entlang wie Perlen an einer Schnur.

Moderne Mittel beseitigen die Plage

Sind die Parasiten entdeckt, kann ihnen dank moderner Läusemittel rasch der Garaus gemacht werden. Als sehr effektiv im Kampf gegen die lästigen Tierchen hat sich etwa Nyda aus der Apotheke erwiesen. Es enthält ein spezielles Dimeticon (Silikonöl), das tief in die Atemwege der Läuse und Nissen eindringt – und sie ersticken lässt. Innerhalb weniger Minuten werden die Parasiten bewegungsunfähig und zeigen keine wesentlichen Lebenszeichen mehr. Zwei Behandlungen sind nötig, nach erfolgter Erstbehandlung können die Kinder bereits wieder in den Kindergarten gehen. Nach der Behandlung des Kindes ist die Hauptarbeit getan. Eine komplette Wohnungsreinigung ist nicht notwendig, da die Läuse außerhalb des Kopfes nicht lange überleben. Ein Waschen der Bettwäsche und Handtücher bei 60 Grad, Staub saugen und feuchtes Wischen des Kinderzimmers genügt.

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