Blutkonserven: Wissenswertes über Transfusionen von Fremdblut

Blut

Wenn ein akuter Blutverlust vorliegt und ausgeglichen werden muss, kommt oft die Bluttransfusion zur Sprache. Sie wird bereits seit vielen Jahren effektiv eingesetzt. Doch was sollte man über Bluttranskonserven wissen? Um die Beantwortung dieser Frage geht es in folgendem Artikel.

Sind Blutkonserven sicher?

Selbst nach jahrelanger Forschung ist man immer noch nicht so weit, Blut synthetisch herzustellen. Daher bestehen Blutkonserven heutzutage nach wie vor aus echtem Fremdblut. Dieses wird aus Blutspenden gewonnen. Doch wie sicher kann fremdes Blut überhaupt sein?

Zunächst einmal ist es essenziell, dass einem Patienten eine Blutkonserve verabreicht wird, welche auch zu seiner Blutgruppe passt. Denn nicht jede Blutgruppe ist kompatibel. Aus diesem Grund werden bereits bei der Entnahme von Spenderblut Tests durchgeführt, anhand derer man ermittelt, welche Blutgruppe vorliegt.

Wie steht es um Krankheiten? Viele Patienten haben immer noch Angst, sich durch eine Bluttransfusion mit HIV oder Hepatitis zu infizieren. Doch auch hier werden Tests durchgeführt, bevor einem Spender das Blut entnommen wird. Somit ist das Risiko verschwindend gering, wenn es darum geht, sich mit Krankheiten durch Spenderblut zu infizieren.

In einem Immunhämatologie Labor werden Blutkonserven genau geprüft, bevor sie an Krankenhäuser geliefert werden. Somit können sich Patienten sicher sein, dass sie im Falle einer Bluttransfusion nur die richtige Blutgruppe verabreicht bekommen.

Gibt es Alternativen zu Bluttransfusionen?

Nicht jeder ist gern auf Fremdblut angewiesen. Doch gibt es echte Alternativen zu Bluttransfusionen? Tatsächlich gibt es bislang noch keine Substanz, die mit Blut gleichzusetzen ist. Häufig wird jedoch zu Kochsalzlösungen und anderen Alternativen gegriffen.

Was jedoch besonders populär wird, ist das sogenannte Patient Blood Management (PBM). In dessen Zuge wird versucht, bereits vor einem Eingriff eine mögliche Anämie festzustellen und zu behandeln. Somit wird die Notwendigkeit einer Bluttransfusion verhindert.

Zu diesem Zweck kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Zunächst einmal wird Blutarmut bekämpft, indem Patienten auf Blutarmut durch beispielsweise Eisenmangel untersucht werden. Der Blutverlust wird vermieden, indem blutsparende Operationstechniken verwendet werden. Zudem kann heutzutage eine Blutsperre und Wiederaufbereitung von Blut während des Eingriffs vorgenommen werden. Im PBM werden Bluttransfusionen somit als letzte Möglichkeit gesehen, die ergriffen wird, wenn es doch zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut kommen sollte. Ein sparsamer Gebrauch von Blutkonserven ist das Ziel.

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