Blockierter Rezeptor: Schlaganfallfolgen schneller heilen

Um die Neuro-Regeneration im Infarktgebiet zu unterstützen, haben die UDE-Wissenschaftler den GABA-A-Rezeptor im Hirn blockiert, der die Erregbarkeit der Nerven reduziert. Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen: „Dies gelang uns mithilfe des Moleküls S44819, das mit den natürlicherweise bindenden Molekülen konkurriert. Weil es aber stärker und länger bindet, ist der Rezeptor lahmgelegt.“

„Es zeigte sich eine deutlich verbesserte neurologische Genesung, die geschädigten Hirnzellen wurden schneller wieder aktiv“, so Prof. Dr. Dirk Hermann, Lehrstuhl für Vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung: „Je mehr von dem Molekül verabreicht wurde, desto besser reorganisierten das Hirngewebe und die Blutgefäße. Auch das räumliche Erinnerungsvermögen und die Bewegungskoordination erholten sich deutlich.“

Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass der Einfluss von S44819 auf die neurologische Erholung in einer weltweiten Vergleichsstudie an Schlaganfallpatienten in fünfzehn Ländern eingehender untersucht wird.

Redaktion: Milena Hänisch, Medizinische Fakultät, Tel. 0201/723- 6274, milena.haenisch@uk-essen.de


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wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dirk M. Hermann, Klinik für Neurologie, Tel. 0201/723-2814, dirk.hermann@uk-essen.de
Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Klinik für Neurologie, Tel. 0201/723-2461, christoph.kleinschnitz@uk-essen.de

Originalpublikation:
https://www.ahajournals.org/doi/pdf/10.1161/STROKEAHA.118.021378

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