Blähungen können viele unterschiedliche Gründe haben

Wenn der Magen nicht mehr mitspielt

Kommt es nach einer üppigen fettreichen Mahlzeit zu Magenproblemen, liegt dies gewöhnlich daran, dass der Magen einfach mit der Verdauung überfordert ist. Dies liegt nicht nur an den üppigen Portionen, sondern auch daran, dass viele Menschen heute viel zu wenig kauen. Statt dem Magen die Arbeit zu erleichtern, indem zerkaute breiige Nahrung nach unten geschickt wird, muss er mit dicken Fleischbrocken, Brotklumpen und ähnlichem kämpfen, das sich nur mühsam und langwierig durch die Magensäure zersetzen lässt. In dieser Zeit leidet der Mensch unter einem Völlegefühl, das manchmal sogar mit Krämpfen einhergeht. Je nach Nahrungsmittel können im Magen und Darm auch Gase entstehen, die zu Blähungen führen. Die Abläufe im Magen werden in einem anschaulichen Film unter http://www.iberogast.de/aw/Beschwerden/~civ/voellegefuehl_blaehungen/ beschrieben. Auch hier sind zu schnelles Essen und unzureichendes Kauen die Hauptursachen für die unangenehmen Bl‰hungen.

Laktoseintoleranz weit verbreitet

Treten unangenehme Blähungen und Bauchschmerzen nach dem Genuss von Käse, Quarkspeisen oder anderen Mahlzeiten mit Milchprodukten auf, könnte eine Laktoseintoleranz vorliegen. In Deutschland leidet fast jeder Fünfte an diesem Problem. Dabei fehlt den Betroffenen das Enzym Laktase, das den in der Milch enthaltenen Milchzucker (Laktose) in die beiden Teile Glucose und Galactose aufspaltet, die der Körper verarbeiten kann. So gelangt die Laktose jedoch direkt in den Darm, wo sie Gase bildet, die wiederum Blähungen und Schmerzen verursacht. Ob eine Laktoseintoleranz vorliegt, kann der Arzt leicht feststellen.

Mit Magenschmerzen zum Arzt?

Bei akuten Magenbeschwerden genügt es in der Regel, einige Tage magenschonende Kost zu essen, warmen Tee zu trinken und ein pflanzliches Mittel aus der Apotheke einzunehmen. Wenn die Magenprobleme jedoch eine Woche lang anhalten, sollte der Arzt aufgesucht werden: Es könnte sich um eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter Pylori handeln, das ohne rechtzeitige Behandlung Magengeschwüre auslöst. Mit Antibiotika kann es jedoch leicht behandelt werden.

Tritt Sodbrennen akut auf, zum Beispiel nach einer üppigen oder scharfen Mahlzeit, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Tritt Sodbrennen jedoch immer wieder auf, sollte ebenfalls der Arzt aufgesucht werden um die Ursachen zu klären. Besonders wenn Schluckbeschwerden auftreten, könnte es sich möglicherweise um Speiseröhrenkrebs handeln. Werden Tumore ausgeschlossen, kann chronisches Sodbrennen auch gut mit Medikamenten behandelt werden, die die Bildung der Magensäure reduzieren.

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