Bitte einsteigen und anschnallen

(djd). Der Mensch ist erfinderisch – insbesondere wenn es um die Überwindung von Strecken oder Höhenmetern in steilem oder unzugänglichem Gelände geht. In der Schweiz und den benachbarten Alpenländern gibt es zahlreiche Beispiele kühner Ingenieurskunst. Dazu gehören fast senkrecht am Hang verlaufende Standseilbahnen und Lastenaufzüge, Feldbahnen und nach oben offene Cabrio-Seilbahnen. Diese kuriosen Transportmittel lassen sich auf Rundreisen am eigenen Leib erfahren. Zu den Attraktionen auf zwei Schienen gehört auch der „Swiss Alps Classic Express“, der Zermatt und Sankt Moritz über drei Alpenpässe verbindet.

Steilste Standseilbahn Europas

Dass die Bahnstrecke über den Furka- und Oberalppass nach 30 Jahren Stillstand wieder durchgehend befahren wird, ist dem Spezialveranstalter bahnurlaub.de zu verdanken. Während auf der Genussfahrt mit dem nostalgischen Sonderzug die Bergmassive, Gletscher und Schluchten am Zugfenster vorbeiziehen, sollten die Teilnehmer der achttägigen Bahnerlebnisreise „Kuriositäten der Schweiz“ schwindelfrei und relativ unerschrocken sein. Bitte einsteigen und anschnallen heißt es zum Beispiel in der Gelmerbahn am Grimselpass, die mit einer maximalen Steigung von 106 Prozent als steilste Standseilbahn Europas und eine der spektakulärsten Aufstiegshilfen weltweit gilt. Ein wenig sanfter steigt die Emosson-Stauseebahn als Kombination dreier Bergbahnen – einer „nur“ 86 Prozent steilen Standseilbahn, einer 60-Zentimeter-Panoramafeldbahn und einer Kleinkabinenbahn – bis hinauf zur Dammkrone.

Schweben, kurven, staunen

Schwindelerregende Konstruktionen gibt es aber auch in den französischen Alpen: In Chamonix startet die Großkabinenbahn zur Aiguille du Midi mit Ausblicken auf das Montblanc-Massiv. Wer weiter zur italienischen Bergspitze Punta Helbronner möchte, nimmt die Seilbahn über den Gletscher Vallée Blanche. Diese ist mangels Seilbahnstütze an Querseilen, die an Felsen befestigt sind, aufgehängt und führt sogar um eine Kurve. Diese Schwebepartie ist Teil einer siebentägigen Rundreise zu kuriosen Fortbewegungsmitteln in Vorarlberg, der Schweiz und Frankreich. Unter http://www.bahnurlaub.de/kurios finden Interessierte weitere Informationen zu dieser und anderen Zugreisen. Zu den „Bahnkuriositäten in den Alpen“ gehört auch eine abenteuerliche Kurvenfahrt mit dem Postbus zum Sanetschpass. Vom Sanetsch-Stausee geht es anschließend mit einer Werkseilbahn auf Berner Seite hinunter.

Scroll to Top