„Biochemisch-Pharmakologisches Centrum Marburg“ eröffnet

Die Umbenennung des Gebäudes, das bislang als „Medizinische Forschungseinheiten“ firmierte, in „Biochemisch-Pharmakologisches Centrum Marburg“ (bpc-Marburg) trägt dem Rechnung. Damit wird auch nach außen eindeutig sichtbar, dass hier für Arbeitsgruppen der Biochemie, der Pharmakologie und der Klinischen Pharmazie eine Plattform für eine lebendige interdisziplinäre Zusammenarbeit an biochemisch-pharmakologischen Forschungsprojekten eingerichtet wurde.

„Wegweisende Innovationen in der Biochemie wurden in den letzten Jahren nur über Fachgrenzen hinweg erreicht“, sagte Prof. Dr. Lutz Hein, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie, bei der Eröffnung des bpc-Marburg am 4. Februar und gratulierte deshalb der Universität Marburg zu ihrer koordinierten Berufung von fünf Kollegen: Während die Medizin Gerhard Schratt (Institut für Physiologische Chemie) und Robert Grosse (Pharmakologisches Institut) gewinnen konnte, gelang es der Pharmazie ebenfalls für die Pharmakologie Moritz Bünemann und Jens Kockskämper sowie für die Klinische Pharmazie Carsten Culmsee zu berufen.

Zur Eröffnung des bpc-Marburg haben die fünf neuen Professoren ihre Antrittsvorlesungen zu einem gemeinsamen wissenschaftlichen Symposium zusammengefasst, um ihre Forschungsschwerpunkte vorzustellen. Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Gebiete der Rezeptorpharmakologie, der Tumorforschung, der Forschung zu kardiovaskulären Erkrankungen und zu neurowissenschaftlichen Themen. „Dies sind allesamt Forschungsgebiete, welche auch die Forschungsschwerpunkte an der Universität Marburg stärken und somit inhaltlich und methodisch für die an der Philipps-Universität und in Gießen tätigen Kolleginnen und Kollegen an vielen Stellen Möglichkeiten für konkrete lokale interdisziplinäre Kooperation mit den Arbeitsgruppen des bpc-Marburg bieten“, sagt Prof. Dr. Frank Bremmer, Vizepräsident für Forschung an der Universität Marburg.

Er hofft, dass sich durch die Zusammenführung dieser Arbeitsgruppen fachbereichsübergreifend zahlreiche Synergien für gemeinsame (geförderte) Forschungsprojekte bis hin zu Forschergruppen und auch gemeinsame Aktivitäten in der Lehre ergeben, die allesamt den Mehrwert einer solchen Einrichtung mit der gegebenen räumlichen Nähe und der gemeinsamen Infrastruktur ausmachen.

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