Biobank des Kompetenznetzes HIV/AIDS an der RUB gehört zu den ersten sechs vernetzten

HIV-Bank an der RUB ist die größte

Die Biobank des Kompetenznetzes HIV/AIDS (Sprecher: Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, RUB-Klinikum St. Josef Hospital) umfasst zurzeit 56.327 Serum-Proben, 16.292 DNA-Proben und 1.468 Gehirn-Rückenmarksflüssigkeits-Proben, 5.080 Gewebe-Proben HIV-infizierter Patienten und ist damit die insgesamt größte Biobank im Projekt. Der Zugang zu diesem Schatz wird nun allen Forschern erleichtert.

Ziel: Alle Biodatenbanken vernetzen

Das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) und die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF e.V.) starten die neue Initiative zunächst mit sechs Biobanken. Nach und nach sollen dann alle großen Biobanken erschlossen werden, die im BMBF-geförderten Deutschen Biobanken-Register der TMF e.V. unter http://www.biobanken.de registriert sind. Das Projekt-Portal verbessert nicht nur die Benutzerfreundlichkeit; es werden auch gemeinsame Qualitätsstandards entwickelt und gesichert. Ziel ist es, bis September 2011 alle deutschen Biobanken in die einheitliche Infrastruktur zu integrieren und den barrierefreien Austausch von anonymisierten Materialproben unter Berücksichtigung aller anerkannten ethischen und rechtlichen Standards zu ermöglichen. Das neue nationale Biobanken-Register wird neben den Kontaktdaten, Kerninformationen in deutscher und englischer Sprache über alle Biobanken in Deutschland enthalten, wodurch ein effektiver und strukturierter Zugang zu dieser nationalen Wissenschaftsressource möglich wird.

Sichere neue Infrastruktur

„Die TMF e.V. und das Know-how des IBMT bieten uns in Deutschland eine hervorragende Basis, die bei uns vorhandenen wertvollen Biobank-Ressourcen öffentlich zugänglich zu machen, ohne die Vertraulichkeit unserer Patienten oder unserer wissenschaftlichen Arbeit zu gefährden“ begründet Prof. Norbert Brockmeyer (RUB-Klinikum und Sprecher Kompetenznetz HIV/AIDS; TMF-Vorstand) das Vertrauen der Wissenschaftler in die neue Infrastruktur.

Weitere Informationen

Prof. Dr. med. Norbert H. Brockmeyer, Sprecher KompNet HIV/AIDS, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität, Tel.: 0234/509-3471, 74, E-Mail: n.brockmeyer@derma.de

Redaktion: Meike Drießen

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